Die DSCVOLLEYs waren am Mittwochabend den ersten Punkten der Bundesliga-Saison ganz nahe, am Ende wurde der aufopferungsvolle Kampf beim SSC Palmberg Schwerin aber nicht belohnt. Das Team von Trainer Alexander Waibl unterlag auswärts mit 1:3 (16:25, 31:29, 19:25, 24:26).

„Im Großen und Ganzen können wir sehr stolz sein, was wir hier gezeigt haben. Wir haben phasenweise sehr, sehr guten Volleyball gespielt und auch gezeigt, wozu wir fähig sind. Natürlich haben wir auch viele Sachen gesehen, an denen wir jetzt arbeiten müssen und können, damit wir das nächste Mal mit einem Sieg rausgehen können“, sagte Mittelblockerin Monique Strubbe im Interview mit Jennifer Janiska bei DYN. Die Ex-DSC-Kapitänin hatte die Partie als Expertin kommentiert.

Wir haben phasenweise sehr, sehr guten Volleyball gespielt – Moni Strubbe

Die goldene MVP-Medaille für die wertvollste Spielerin bekam Annegret Hölzig aus Schwerin, Silber ging an Mackenzie Foley, die mit 22 Punkten erfolgreichste Scorerin der Partie war.

Nach der Vorstellung der Mannschaften vor dem Anpfiff wurde es zunächst sehr emotional, denn mit einer Schweigeminute wurde dem am vergangenen Sonntag verstorbenen Wolfgang Söllner gedacht. Nach diesem bewegenden Moment galt der Fokus dem Sportlichen. Im Vergleich zum Heimauftakt gegen Stuttgart schickte Waibl Lena Kindermann auf Diagonal für Maia Dvoracek von Beginn an aufs Feld, zudem spielte Moni Strubbe für Raeven Chase. Emilia Schaarschmidt startete für Patricia Nestler, die mit einem Teilriss des Kreuzbandes im rechten Knie einige Monate ausfällt.

Im ersten Durchgang setzte sich der Gastgeber schnell auf 8:4 und 19:14 ab. Der DSC hatte vor allem mit dem hohen Schweriner Aufschlagdruck zu kämpfen, zudem war der Block des SSC zunächst präsenter als der des Waibl-Teams. Im Angriff unterliefen Dresden noch zu viele leichte Fehler. Auf gegnerischer Seite war die neue Diagonalangreiferin Devyn Robinson extrem gut aufgelegt, sie nutzte gleich den ersten Satzball mit einem Ass.

Ab dem zweiten Satz startete Rylen Reid für Jette Kuipers im Außenangriff, sie war bereits beim 14:20 im ersten Durchgang ins Spiel gekommen. Die folgenden zwei Spielabschnitte sollten eine absolut spannende und wilde Achterbahnfahrt werden. Mit einer Robinson-Aufschlagserie setzte sich der SSC zunächst im zweiten Satz schnell auf 9:4 ab. Doch der DSC steckte nicht auf, versuchte erfolgreich bei sich zu bleiben und holte sich beim 11:10 die erst zweite Führung im gesamten Spiel mit einem Ass von Monique Strubbe. Bis zum 13:13 blieb es spannend, ehe eine Aufschlagserie Annegret Hölzigs später den SSC mit einer 21:15-Führung auf die Straße des sicher geglaubten 2:0 nach Sätzen führte. Doch daraus wurde nichts, denn das Waibl-Team robbte sich an den Gegner heran und hatte beim 24:23 plötzlich den ersten eigenen Satzball. Den und drei weitere Satzbälle wehrte Schwerin hat, konnte aber selbst drei eigenen Satzbälle nicht nutzen. Am Ende war es ein Ass von Mette Pfeffer, das dem DSC mit dem 31:29 den 1:1-Satzausgleich bescherte.

Den Start des dritten Durchganges verschlief die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl und lag schnell mit 3:11 zurück. Diese Hypothek wog am Ende zu schwer, zwar kam das Team auf 15:17 und 18:20 heran, doch am Ende hatte Schwerin die besseren Lösungen im Angriff und führte mit 2:1 nach Sätzen.

Zu Beginn des vierten Spielabschnittes waren die DSCVOLLEYS gleich hellwach, führten nach einem Angriff von Lena Kindermann mit 16:12, doch Schwerins Kapitänin Annegret Hölzig machte nun die wichtigen Punkte, der SSC glich beim 20:20 aus und holte sich beim 24:22 die ersten Matchbälle. Die wehrte der DSC mit zwei Blocks ab, doch beim 3. Matchball blockten die Gastgeberinnen Rylen Reid und sicherten sich die drei Punkte.