Dresden, 10. Oktober 2026 – Eine Woche nach dem Supercup haben die DSCVOLLEYs zum Auftakt in die Bundesliga ihr Herz auf dem Feld in der Cyberport Arena gelassen, trotzdem reichte es für das Team von Trainer Alexander Waibl nicht zum Sieg. Gegen Allianz MTV Stuttgart musste sich die Mannschaft vor 2719 Zuschauern zum Sparkassen-Gameday mit 0:3 (18:25, 26:26, 21:25) geschlagen geben. Nach 77 Minuten nutzten die Gäste aus Schwaben mit einem erfolgreichen Block ihren dritten Matchball.
Für den DSC wurde die Partie überschattet von der Verletzung von Libera und Kapitänin Patricia Nestler. Die 25-Jährige knickte gleich im ersten Satz beim Stand von 4:4 bei einer Abwehraktion mit dem rechten Knie weg. Die Zuschauer in der Halle waren mucksmäuschenstill, spendeten aber tröstenden Applaus, als Dresdens Nummer eins vom Feld geführt wurde. Für sie kam Emilia Schaarschmidt in die Partie. Zum zweiten Satz kehrte „Patty“ in die Halle zurück und verfolgte die Partie von da an von der Bank aus.
„Im ersten Satz hat uns das natürlich beschäftigt, aber Emilia hat ihre Sache super gemacht. Im zweiten Satz haben wir versucht, das alles etwas auszuklammern, was uns auch gelungen ist, aber analog wie beim Supercup konnten wir eine Führung nicht durchbringen. Wir haben eine Kombination aus Fehlern zur Unzeit, ein paar Abwehraussetzern und ein großes Problem über die Außenpositionen zu scoren, da stimmt die Abstimmung einfach noch nicht, aber das wird besser werden. Bei Patty müssen wir jetzt abwarten und hoffen, dass es nicht so schlimm ist“, erklärte Alexander Waibl nach dem Spiel.
Beste Scorerin der Partie war Maia Dvoracek mit 17 Punkten, sie erhielt die silberne MVP-Medaille. Gold ging an Stuttgarts Libera Yurika Bamba. Dvoracek hatte im Vergleich zum Supercup auf der Diagonalposition den Vorzug in der Startformation vor Lena Kindermann erhalten, die während der Partie aber auch immer wieder ins Spiel kam und wichtige Punkte beisteuerte. Neben Dvoracek begannen Patricia Nestler, Sarah Straube, Mackenzie Foley, Raeven Chase, Mette Pfeffer und Jette Kuipers. Nach der Verletzung von Nestler hielt der DSC bis zum 10:10 mit dem Gegner Schritt, doch zwei eigene Fehler und zwei strittige Entscheidungen des Schiedsrichters führten schon beim 10:14 zur ersten Auszeit des DSC. Der Gastgeber war noch ein wenig von der Rolle, leistete sich gegen kompakte Stuttgarterinnen zu viele Fehler.
Im zweiten Spielabschnitt blieb Kuipers auf der Bank, für sie kam Rylen Reid, die sich gut einfügte. Angeführt von einer emotionalen Maia Dvoracek setzten sich die DSCVOLLEYs auf 7:3 ab und auch wenn Stuttgart im Laufe des Satzes führte (17:19), begab sich das Waibl-Team beim 23:21auf die Siegerstraße des Durchgangs. Zwei erfolgreiche Angriffe Stuttgarts und ein Eigenfehler führten aber zum Satzball für den MTV. Den konnte Dvoracek noch abwehren, doch erneut zwei Eigenfehler resultierten im 0:2-Satzrückstand.
Im dritten Spielabschnitt begann dieses Mal Morgan Geddes auf Annahme-Außen, später kam Jette Kuipers zurück. Die DSCVOLLEYs versuchten angefeuert von tollen Fans noch einmal alles, doch nach dem 6:6 fand das Team nicht mehr die nötigen Lösungen im Angriff. Zwei Matchbälle wehrte der Gastgeber ab, den dritten nutzte der MTV mit einem Block gegen Mackenzie Foley.