Die DSCVOLLEYs haben am Donnerstagabend in der Halle am Platz der Deutschen Einheit alles in die Waagschale geworfen. Am Ende schied das Team von Trainer Alexander Waibl aber im Achtelfinale des zoi DVV Pokals aus. Beim VC Wiesbaden musste sich das Team nach starkem Kampf mit 2:3 (20:25, 25:21, 25:23, 19:25, 8:15) geschlagen geben. Nach 113 Minuten nutzten die Hessinnen ihren ersten Matchball, Julia Murmann verwandelte ihn.

Erfolgreichste Scorerin der Partie war Außenangreifern Cayetana Lopez Rey mit 27 Zählern. Beim DSC kamen Mackenzie Foley und Morgan Geddes auf jeweils 18 Punkte, Maia Dvoracek auf 15 und Mette Pfeffer auf 12. Die goldene MVP-Medaille erhielt Zuspielerin Sanne Konijnenberg, Silber ging an ihre Kollegin aus Dresden, Sarah Straube.

In dieser Phase haben wir heute leider die Kontrolle über das Spiel verloren und das tut weh, denn das Aus wäre vermeidbar gewesen – Alex Waibl

„Herzlichen Glückwunsch an Wiesbaden. Es war ein enges Spiel, aber wir hatten heute das Zeug dazu, hier zu gewinnen. Wir hätten in den Sätzen vier und fünf es enger gestalten können und müssen, wenn wir den Fokus bewahrt hätten. Wir haben ab dem vierten Satz angefangen, Fehler im Aufschlag und Angriff zu machen und die Wiesbadenerinnen haben aus ihrer Führung heraus dann eine Welle erwischt, in der sie in der Annahme super stabil standen und im Angriff jeden Ball auf den Boden gebracht haben, während unsere Quoten gefallen sind. Wir haben angefangen, unruhig und fehlerhaft zu spielen und haben den Fuß dann nicht mehr reingekriegt. In dieser Phase haben wir heute leider die Kontrolle über das Spiel verloren und das tut weh, denn das Aus wäre vermeidbar gewesen“, resümierte der Coach nach dem Spiel.

Er hatte mit der gleichen Startformation wie in der DEKRA 1. Bundesliga Volleyball gegen Suhl begonnen. Und diese Formation erwischte einen guten Start in den Pokalfight. Der DSC führte dank stabiler Annahme und guten Lösungen im Angriff mit 16:11 und 17:13. Doch eine Phase einer unruhigen Annahme und zwei, drei Fehler im Angriff zu unguten Zeiten führten zu einem 18:18-Ausgleich und später einem 20:22 -Rückstand. Nach dem gelang den DSCOLLEYs kein Punkt mehr und Wiesbaden sicherten sich die 1:0-Satzführung.

In den zweiten Durchgang startete das Waibl-Team wunderbar, führte dank einer Aufschlagserie von Morgan Geddes mit 7:1. Mit tollen Blockaktionen, viel Konzentration und starken Angriffen baute die Mannschaft die Führung auf 16:11 und 21:16 aus. Den dritten Satzball nutzte Maia Dvoracek schließlich mit einem Block zum 1:1-Ausgleich.

In einem extrem engen dritten Satz liefen die DSCVOLLEYs zunächst lange Zeit einem kleinen Rückstand hinterher, erst beim 21:20 hatten die Gäste erstmals die Führung in ihren Händen. Die Spannung blieb bis zum 23:23 enorm hoch, Alexander Waibl nahm eine Auszeit und Dvoracek sowie ein grandioser Einerblock von Straube bescherten die 2:1-Führung.

Ab Beginn des vierten Satzes konnte der DSC die bis dato so gut funktionierenden Dinge nicht mehr abrufen und leistete sich bis zum 6:10-Rückstand schon vier eigene Aufschlagfehler. Bis dahin lag die Effizienz im Aufschlagspiel im positiven Bereich, kippte damit aber. Waibl versuchte durch den Doppelwechsel und die Hereinnahme von Jette Kuipers für Foley nochmal andere Akzente zu setzen, bis auf 9:13 kamen die DSCVOLLEYS heran. Doch Wiesbaden blieb im Sideout unglaublich stabil, während dem DSC der Druck im Aufschlag, die konsequenten Angriffe und die Killblocks fehlten. Mit einer Finte sicherte Konijnenberg den 2:2-Ausgleich.

Im fünften Satz war die Startformation bei den Gästen wieder auf dem Feld, doch mit 1:4 erwischte die Mannschaft keinen guten Start und konnte an diesem Abend das Blatt nicht mehr wenden.