Dresden, 31. Oktober 2026 – Die Cyberport Arena stand Kopf, die Spielerinnen lachten und jubelten, Trainer Alexander Waibl war erleichtert: Die DSCVOLLEYS haben in der DEKRA 1. Bundesliga Frauen einen sensationellen Sieg gegen Double-Gewinner VfB Suhl Lotto Thüringen gefeiert. Vor 2781 Zuschauern zum Gameday des Verkehrsverbundes Oberelbe setzte sich das Team klar mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:17) durch. Nach 80 Minuten verwandelten die Gastgeberinnen den ersten Matchball mit einem Block.

Die Daten des Spiels sind aus DSC-Sicht beeindruckend: 17 Asse schlug das Team, sieben Blocks kamen hinzu und satte 40 Punkte im Angriff. Beste Scorerin der Begegnung war Diagonalangreiferin Maia Dvoracek mit 19 Zählern, sie erhielt die goldene MVP-Medaille. Auf Suhler Seite ging Silber an Libera Emma Sambale. Mackenzie Foley steuerte 13 Punkte zum Sieg bei, Morgan Geddes zehn. Für die DSCVOLLEYS war es der erste Sieg in diesem Kalenderjahr gegen den Supercup-Sieger aus Thüringen.

„Wie Weihnachten“, beschrieb Alexander Waibl seine Gefühlslage, nachdem bei seinem Team zum ersten Mal in dieser Saison wirklich jedes Rädchen ineinandergriff. „Geil. Klar, es ist nicht so, dass wir davon ausgehen können, dass das immer unsere Benchmark ist. Aber die Mannschaft hat heute nach vielen emotionalen, negativen Erlebnissen Volleyball gespielt und es war gut zu coachen. Wir haben einfach Basics ins Feld reingetragen und da muss ich allen ein Riesenkompliment machen. Das war nicht leicht. Ich bin extrem stolz und die Fans waren unglaublich und haben uns gepusht, vor allem auch, wenn wir sie dringend gebraucht haben. Es war wieder eine unfassbare Stimmung“, so der Coach.

Dieses Mal sorgte er für zwei Überraschungsmomente und bot in der Startformation neben Sarah Straube, Foley, Mette Pfeffer, Dvoracek und Georgiadis Geddes auf Außen und Florentine Rosemann im Mittelblock auf. Von Beginn an zeigten die Mädels enorme Aggressivität, Spielfreude, Emotionen und ließen sich von einem 6:9-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Nach der ersten Auszeit besorgte Dvoracek das 7:9, von da an servierte Straube unfassbar, schlug zwei Asse zum 10:9. Generell übernahm sie auf dem Feld und an der Aufschlaglinie enorm viel Verantwortung an diesem Abend. Suhl blieb aber dran, führte 12:11, doch einen enorm lang umkämpften Ballwechsel veredelte Dvoracek zum 12:12, die Halle tobte. Jetzt war es Rosemann, die die Suhler Annahme vor enorme Probleme stellte und den Aufschlag erst beim 15:12 wieder abgab. Beim 21:19 fügte sie ihrer guten Leistung einen enorm wichtigen Block hinzu. In einer spannenden Endphase kam beim 23:21 Jette Kuipers für Geddes in der Annahme und stabilisierte diese. Dennoch hieß es zuerst Satzball Suhl beim 23:24, doch den wehrte Foley krachend ab, Mette Pfeffer blockte dann Svea Naujack zum 25:24. Am Ende nutzten die DSCVOLLEYS den zweiten Satzball mit einem Ass von Dvoracek.

Im zweiten Abschnitt begann wieder Geddes, Suhl hatte zunächst knapp die Nase beim 3:4 vorn, Alexander Waibl nahm die zeitige Auszeit. Das lohnte sich, sein Team führte in der Folge 10:8. Bis zum 12:11 blieb es eng, dann schlug erneut die Stunde von Straube und ihren brandgefährlichen Aufschlägen bis zum 16:11. Damit war der Grundstein gelegt, es folgten tolle Angriffe, eine wieder hereinkommende Kuipers und mit einem herrlichen Pipe beschloss Foley den zweiten Satz mit der ersten Gelegenheit zur 2:0-Führung.

Nach einer längeren Satzpause erwischte Suhl erstmal den besseren Start und konnte sich auf 9:5 absetzen. Doch die DSCVOLLEYS kamen mit Emotionen und Aggressivität zurück, Dvoracek im Angriff und am Aufschlag, Morgan Geddes und zwei Suhler Fehler führten zum 10:10-Ausgleich. Als Mette Pfeffer angriff und kurz danach Geddes im Einerblock glänzte, tobte die Cyberport Arena. Beim 14:11 schickte Straube direkt den nächsten Einerblock hinterher, die Moral der Suhlerinnen war ein wenig gebrochen. Ein Angriff von Foley, ein Netzroller-Ass von Rosemann und der Block gegen Lea Feistritzer machten den klaren 3:0-Erfolg für die DSCVOLLEYS perfekt. Was für ein Abend in der Halle, was für eine Werbung für den Volleyball bei der Live-Übertragung auf Sport1 im Free-TV und bei DYN im Stream.