Erfurt, 28. Oktober 2026 – Die DSCVOLLEYS kehren mit einem Punkt aus Thüringen zurück, müssen sich nach einem Marathon-Match in der DEKRA 1. Bundesliga Frauen aber Schwarz-Weiß Erfurt mit 2:3 (28:30, 25:19, 22:25, 25:21, 7:15) geschlagen geben. Nach 133 Minuten war es die Ex-Dresdnerin Lina-Marie Lieb, die den dritten Matchball der Gastgeberinnen zum Sieg verwandelte.

Sie bekam nach der Partie die goldene MVP-Medaille und war mit 23 Punkten die zweitbeste Scorerin. Beste Punktesammlerin war Maia Dvoracek mit 27 Zählern, die die silberne MVP-Medaille erhielt. Mette Pfeffer kam auf 14 Zähler, Mackenzie Foley auf elf.

Im Vergleich zum Heimsieg gegen Flacht tauschte Trainer Alexander Waibl in seiner Startformation zweimal: Dvoracek begann auf Diagonal, auf der Annahme-Außen-Position startete Rylen Reid neben Foley. Erfurt erwischte mit einem 2:0 gleich einen guten Start und baute im Laufe des Satzes den Vorsprung auf 15:11 aus, wo der DSC seine erste Auszeit nahm. Die Gäste hatten Mühe, zu ihrem Rhythmus zu finden. Vor allem in der Annahme stellte Erfurt die DSCVOLLEYS vor Schwierigkeiten. Im Laufe des Satzes kam Jette Kuipers für Reid in die Partie, das Waibl-Team lag mit 17:23 zurück und startet dann einen furiosen Lauf zum 24:23. In einer unglaublich spannenden Endphase des Durchgangs konnten die Mädels drei eigene Satzbälle nicht nutzen, Erfurt nutzte durch ein Ass von Alix de Micheli die eigene dritte Chance, um mit 1:0 in Führung zu gehen.

Ab dem zweiten Satz schickte Waibl Kuipers, Dvoracek und Florentine Rosemann von Beginn an aufs Feld. Zudem teilten sich nun die beiden Liberas die Arbeit. Emilia Schaarschmidt übernahm die Annahme, Katerina Georgiadis kam bei eigenem Aufschlag für die Abwehr aufs Feld. Mit einer 5:1-Führung erwischte Erfurt wieder den besseren Start, doch die DSCVOLLEYS zeigten vollen Einsatz. Sogar so sehr, dass Maia Dvoracek beim Ballwechsel zum 5:6 bei einem Rettungsversuch auf dem Schreibertisch landete. Beim 13:15 kam die US-Amerikanerin an den Aufschlag und gab ihn erst beim 20:15 wieder ab. Das legte den Grundstein für den 1:1-Satzausgleich, den Rosemann mit einem Ass besorgte.

Mit der gleichen Aufstellung wie in Satz zwei ging es in den dritten Durchgang. Wieder verschlief der DSC den Start, lag mit 1:5 zurück. Zwei Angriffspunkte von Dvoracek und erneut gute Aufschläge der Diagonalangreiferin brachte die Gäste mit 12:8 in Front. Erfurt konnte dann aber zum 12:12 ausgleichen und gab in einem engen Satz, in dem die DSCVOLLEYS beim 21:23 dran waren, nie wieder ab. Ein Aufschlagfehler von Rosemann besiegelte den 1:2-Satzrückstand.

In den vierten Spielabschnitt startete Waibl mit Morgan Geddes auf der Annahme-Außen-Position für Kuipers. Von Beginn an gab dieses Mal der DSC den Ton angeführt von Dvoracek an. Auch Geddes fügte sich gut ein, die Gäste zogen auf 20:15 davon. Das dieses Spiel prägende Auf und Ab blieb aber bestehen und so kämpfte sich Erfurt auf 23:21 heran, ehe zwei Punkte von Geddes den 2:2-Satzausgleich und damit den Tiebreak perfekt machten. In den erwischte das Waibl-Team keinen guten Start, lag mit 4:12 zurück. Diese Hypothek wog zu schwer. Zwar wehrte Dvoracek noch zwei Matchbälle des Gegners ab, den dritten nutzte Lieb aber zum verdienten Erfurter Erfolg.