Am Montag fand eine digitale Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Michael Kretschmer zur aktuellen Corona-Situation
statt. Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig Handball und Sprecher der Initiative Team Sport Sachsen,
sowie Christian Dahms in seiner Funktion als Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen nahmen als Vertreter
des organisierten Sports in Sachsen teil.

Der organisierte Sport in Sachsen will helfen, die drohende Überlastung der Krankenhäuser und des Pflegepersonals zu
vermeiden.

Karsten Günther: „Ich bin dankbar für den offenen und wichtigen Austausch im Rahmen der heutigen Gesprächsrunde.
Es ist ein starkes und richtiges Zeichen, dass diese Diskussion geführt wird und auch der Sport dabei eine Berücksichtigung
findet. Nicht zuletzt durch den fundierten Input aus der Medizin ist deutlich geworden, dass aktuell dringender
Handlungsbedarf besteht, um eine Überlastung der Krankenhäuser und des Pflegepersonals zu vermeiden. Dabei
wollen auch wir unseren Beitrag leisten.“

Christian Dahms: „Der Sport ist im Freistaat Sachsen ein integraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Themenschwerpunkte
wie Gesunderhaltung, Prävention, körperliche Ertüchtigung, Inklusion und Integration gehören zum täglichen Leben
dazu. Dialoge zwischen der Landespolitik und den Vertretern der gesellschaftlichen Gruppierung in Sachsen sind
ein gutes Zeichen für Teilhabe und finden unsere Unterstützung. Allen Beteiligten ist bewusst, dass nur gemeinschaftlich
an Lösungsstrategien gearbeitet werden kann.“

In Form der Vereine, Verbände, Kreis- und Stadtsportbünde – sowohl im Breiten- und Leistungssport – als auch durch die
professionellen Teamsportarten – unterstützt der organisierte Sport die Bestrebungen der sächsischen Landesregierung
bei der Bekämpfung der Pandemie und steht für folgende Standpunkte:

• Der organisierte Sport lebt vom Training, Spiel und Wettkampf, daher braucht er zum Überleben im Breiten- als auch
Leistungssport weiterhin die Partizipationsmöglichkeit aller Sportreibenden im Rahmen von 3G-Regeln.

• Der organisierte Sport plädiert für eine konsequente Wiederaufnahme der umfangreichen und kostenfreien Testungsmöglichkeiten
– auch in Absprache mit dem Schulsystem.

• Der organisierte Sport unterstützt die Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung wie AHA-Regeln oder Maskenpflicht im
öffentlichen Raum und kontrolliert diese im Rahmen seiner Möglichkeiten.

• Der organisierte Sport sieht eine bessere Aufklärung bzgl. der Impfung als ein Schlüsselelement und unterstützt die
Impfkampagne des Freistaates Sachsen.
• Der organisierte Sport lebt zusätzlich von Veranstaltungen mit Zuschauern. Diese sollten weiterhin unter 3G-Bedingungen
möglich sein. Wissenschaftliche Modellprojekte (u.a. Restart-Studie) bieten hervorragende Grundlagen zur korrekten
Umsetzung von Hygienekonzepten.

• Eine Durchführung von Sportveranstaltungen unter 2G-Regeln kann nur dann als Alternative gelten, wenn eine Vollauslastung
der Sportstätten damit möglich oder ein wirtschaftlicher Ausgleich gegeben ist.