Dresden, 24.Januar 2026 – Die DSCVOLLEYs haben alles gegeben, dem Favoriten einen großen Kampf geliefert, doch am Ende hat es nicht gereicht. Das Team von Alexander Waibl musste sich vor 3000 Zuschauern und damit restlos ausverkaufter Margon Arena Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 (25:23, 23:25, 19:25, 22:25) geschlagen geben. Bereits am Mittwoch geht es für den deutschen Vizemeister daheim in der Champions League gegen den polnischen Top-Klub ŁKS Commercecon ŁÓDŹ weiter.
„Wir sind im Vergleich zum ersten Spiel in der Hinrunde näher rangekommen. Nach dem Gewinn des ersten Satzes haben wir im zweiten Abschnitt ein bisschen den Faden verloren. In weiteren Verlauf haben wir das Aufschlag-Annahme-Duell verloren und es macht sich zudem die Unerfahrenheit unserer jungen Mannschaft bemerkbar. Da haben wir in einigen Momenten dann Chancen weggelassen“, schätzte Alexander Waibl ein.
Mit der goldenen MVP-Medaille wurde Stuttgarts Lucia Varela ausgezeichnet, Silber ging an DSC-Mittelblockerin Mette Pfeffer.
Als erfolgreichste Scorerin erwiesen sich bei den Dresdnerinnen Jette Kuipers und Marta Levinska mit je 15 Punkten, Lorena Lorber Fijok brachte es auf 13 und Mette Pfeffer auf zehn Zähler.
Alexander Waibl startete mit dieser Formation ins Spiel: Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Lorena Lorber Fijok und Jette Kuipers im Außenangriff, Mette Pfeffer und Amanda Siksna in der Mitte und Patricia Nestler auf der Liberoposition.
Die Gäste aus Stuttgart legten einen guten Start hin, setzten durch die Aufgaben von Antonia Stautz und vor allem Lucia Varela den Dresdner Annahmeriegel unter Druck. So musste Alexander Waibl bereits beim 1:4 seine erste Auszeit nehmen. Doch zunächst punkteten die MTV-Damen weiter, setzten sich auf 9:3 ab. Dann aber kämpfte sich der DSC langsam besser ins Spiel und als Lorena Loreber Fijok ihren Angriff im gegnerischen Feld zum 6:9 unterbrachte, bat nun auch der Stuttgarter Trainer Konstantin Bitter seine Mannschaft zur Seitenlinie. Anschließend konnten sich die Stuttgarterinnen wieder etwas deutlicher absetzen. Aber die Waibl-Schützlinge ließen sich nicht beeindrucken, pirschten sich trotz einiger Aufschlagfehler Punkt für Punkt heran. Immer wieder setzte Emma Grome Mittelangreiferin Mette Pfeffer glänzend in Szene. Und auch Marta Levinska lief nun langsam heiß, sorgte mit zwei harten Angriffen für den Anschluss zum 15:16. Mette Pfeffer legte mit dem nächsten Schnellangiff zum 16:16 nach. Konstantin Bitter reagierte mit der zweiten Auszeit. Jette Kuipers sorgte mit einem Ass genau aufs Eck für die erstmalige Führung der Gastgeberinnen. In der Crunchtime lieferten sich beide Mannschaften einen hochklassigen und spannenden Kampf auf Augenhöhe. Bis zum 23:23 blieb es ausgeglichen. Ein Angriffsfehler der Gäste brachte den ersten Satzball für die DSCVOLLEYs und Marta Levinska war zur Stelle, nutzte die erste Chance.
Der Schlagabtausch setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Konstantin Bitter hatte bereits im ersten Satz von seinen zahlreichen Wechseloptionen Gebrauch gemacht, ließ nun Diagonalangreiferin Lydia Grote für Pauline Martin auf dem Feld. Bis Mitte des Satzes lieferten sich beide Teams weiterhin einen engen Schlagabtausch, dabei hatte der DSC einige Probleme mit den Aufschlägen von Varela und später auch der eingewechselten Anna Koulberg. So konnten sich die MTV-Damen auf 18:13 absetzen. Zwischenzeitlich kam Rosa Entius für Marta Levinska aufs Feld, aber Stuttgart verteidigte den Vorsprung. Zwar konnte der DSC vor allem dank Jette Kuipers drei Satzbälle des Gegners abwehren, doch beim vierten Versuch machten die Gäste den „Sack zu“.
Im dritten Abschnitt blieb das Geschehen auf dem Feld bis zum 9:10 aus Sicht der DSC-Damen noch ausgeglichen, danach aber konnte Lydia Grote mehrfach die Dresdner Abwehr überwinden. Beim 9:13 wechselte Alexander Waibl Florentine Rosemann für Amanda Siksna ein. Anschließend kämpften sich die Gastgeberinnen durch gute Blockarbeit und Angriffe über Lorena Lorber Fijok und Florentine Rosemann auf 12:13 heran, zwangen Stuttgarts Trainer zu einer Auszeit. Seine Worte wirkten offenbar, denn seine Damen setzten sich mit ihren druckvollen Aufschlägen und variablen Angriffen auf 17:13 ab. Obwohl die Elbestädterinnen nicht aufgaben, ließ sich Stuttgart den Satzgewinn nicht mehr nehmen.
Im vierten Durchgang erarbeiteten sich die Gäste durch Grote und die Aufschläge von Varela schnell einen 4:0-Vorsprung. Nach einer Auszeit kämpfte sich der DSC aber wieder auf 5:5 heran. In der Folgezeit spielte der Tabellenführer jedoch seine Stärken in Aufschlag und auch der Abwehr aus, setzte sich wieder deutlicher auf 11:7 ab, was Alexander Waibl bereits zur zweiten Auszeit veranlasste. Seine Schützlinge versuchten anschließend alles, aber der Gegner hatte immer wieder eine Antwort und verschiedene Lösungen. In der Schlussphase aber keimte nochmal Hoffnung, als ein Ass von Lorena Lorber Fijok und ein Angriff von Kuipers den 22:22-Ausgleich brachte. Doch nach 109 Minuten konnte Stuttgart dann den ersten Matchball zum Sieg verwandeln.