Dresden, 22. April 2026 – Sie haben noch einmal alles reingeworfen, sich mit großer Moral und enormen Kampfgeist gegen die Niederlage und das Saisonende gestemmt, doch am Ende hat es nicht gereicht. Die DSCVOLLEYS mussten sich auch im dritten Playoff-Finalspiel beim VfB Suhl Lotto Thüringen mit 0:3 (20:25, 16:25, 22:25) geschlagen geben. Damit beenden die Schützlinge von Alexander Waibl eine erneut sehr erfolgreiche Saison wie im Vorjahr mit dem Vizemeistertitel. Auf die Silbermedaillen, die die Mädels bei der Siegerehrung aus den Händen von Kim Renkema erhielten, können die Spielerinnen um Kapitänin Patricia Nestler zu Recht stolz sein. Den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte und zugleich das Double erkämpfte sich verdient der VfB Suhl. Beide Mannschaften stehen sich dann zu Beginn der neuen Saison im Supercup erneut gegenüber.

Alexander Waibl erklärte: „Suhl war in allen Bereichen einen Ticken besser als wir, vor allem was die Durchschlagskraft im Angriff betraf und sie sind völlig verdient Meister geworden. Die Serie war echt cool und die Atmosphäre in beiden Hallen elektrisierend und absolut fair.“

Mit der goldenen MVP-Medaille wurde Mackenzie Foley ausgezeichnet, Silber ging an DSC-Diagonalangreiferin Marta Levinska, die mit 14 Punkten auch erfolgreichste Scorerin war. Sie erhielt anschließend bei der Siegehrung auch den Pokal als „MVP der Saison“.

Alexander Waibl konnte erstmals in der Finalserie wieder mit komplettem Kader antreten, begann die Partie mit seiner Stammbesetzung: im Zuspiel Emma Grome, auf Diagonal Marta Levinska, Jette Kuipers und Lorena Lorber fijok auf Annahme-Außen, Mette Pfeffer und Amanda Siksna in der Mitte und mit Kapitänin Patricia Nestler auf der Liberoposition.

Die Dresdnerinnen starteten sehr gut ins Spiel. Jette Kuipers, Lorena Lorber Fijok und Marta Levinska sorgten gleich für ersten Punkte. Doch die VfB-Damen ließen sich davon nicht schocken, kämpften sich auch mit einem Ass von Laura Berger auf 4:4 heran. Deshalb nahm Alexander Waibl bereits seine erste Auszeit. In der Folgezeit lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Es war zu spüren, dass die DSC-Mädels noch einmal eine Schippe drauflegen wollten und konnten. Immer wieder legten sie mit einem oder zwei Punkten vor, doch der VfB ließ sich nicht abschütteln, holte durch einen knallharten Angriff von Mackenzie Foley dann mit 13:12 erstmals die Führung. Doch Marta Levinska, die nach einem Infekt erst nach Thüringen nachgereist war, drehte mit zwei schönen Punkten den Spieß wieder um. Bis zum 18:18 blieb es ein Kampf auf Augenhöhe. Danach aber zogen die Gastgeberinnen über Sanaa Dotson und Monika Brancuska sowie einem Angriffsfehler des DSC mit 21:18 in Front. Alexander Waibl versuchte es mit einem Doppelwechsel, doch die Gastgeberinnen zogen ihre Angriffe eiskalt durch und Foley verwandelte sofort den ersten Satzball.

Im zweiten Abschnitt knüpften die Gastgeberinnen nahtlos an, punkteten immer wieder erfolgreich über Monika Brancuska und auch Mackenzie Foley und Sanaa Dotson. So konnte sich der VfB einen 7:4-Vorsprung erkämpfen, zwangen Alexander Waibl zu einer frühen Auszeit. Doch während seine Schützlinge weiter Mühe hatten, den Ball auf den Boden zu bekommen, bauten die Thüringerinnen ihre Führung auf 11:6 aus. Auch die zweite Auszeit half wenig, zumal sich bei den DSC-Mädels einige leichte Fehler bemerkbar machten. Auch ein Doppelwechsel brachte keine wirkliche Änderung und Suhl zog auf 19:9 davon, holte sich den zweiten Satz völlig verdient.

Im dritten Abschnitt warfen die DSCVOLLEYS noch einmal alles an Moral, Willen und Kampfgeist in die Waagschale. So lieferten sie sich einen engen Schlagabtausch mit den VfB-Damen. Bis zum Schluss war alles offen, doch am Ende erwiesen sich die Gastgeberinnen abgezockter und einmal mehr durchschlagskräftiger im Angriff. Nach 73 Minuten verwandelte Sanaa Dotson den ersten Matchball zum Sieg und die Wolfsgrube verwandelte sich in ein Tollhaus.