Klare Sache für die DSCVOLLEYs. Das Team von Alexander Waibl hat das vorletzte Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde gegen den USC Münster deutlich mit 3:0 (25:22, 25:19, 25:16) gewonnen. Damit glückte den Mädels um Kapitänin Patricia Nestler die Revanche für die 2:3-Hinspiel-Niederlage. Und das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale ist damit auch sicher.
Alexander Waibl erklärte nach dem 14. Saisonsieg: „Ich bin zufrieden. Wir haben 3:0 gewonnen. Ich hatte vorher so ein gemischtes Gefühl, das hat sich auch ein bisschen widergespiegelt zu Spielbeginn, weil wir doch gedanklich ein bisschen langsam waren und zu spät reagiert haben, auch in der Annahme, haben den Satz dann über ein Aufschlagserie gewonnen. Im zweiten Satz lagen wir auch 3:8 zurück. Da musste ich nochmal bisschen Dampf machen in der Auszeit. Ab da lief es dann auch. Das Aufschlag-Annahme-Duell hat heute für uns den Ausschlag gegeben.“
Mit der goldenen MVP-Medaille wurde DSC-Zuspielerin Emma Grome ausgezeichnet, Silber ging an USC-Regisseurin Emilia Jordan. Als erfolgreichste Dresdner Scorerinnen erwiesen sich Marta Levinska mit 15, Jette Kuipers mit 13 und Mette Pfeffer mit 12 Punkten.
Alexander Waibl musste auf die verletzte Larissa Winter (Hand verstaucht) verzichten. Für sie rückte die erst 17-jährige Lena Olliges vom VCO Dresden ins Aufgebot nach. Alexander Waibl setzte auch diesmal auf seine bekannte Stammformation.
Die Dresdnerinnen starteten vor 2681 Zuschauern zunächst gut in die Partie. Jette Kuipers gelangen zwei Asse hintereinander und später legte Mette Pfeffer mit einem Ass zur 8:3-Führung nach. Grund genug für Gäste-Trainer Matthias Pack, seine Damen zur Auszeit zu bitten. Er fand offenbar die richtigen Worte, denn nun kämpften sich seine Schützlinge Punkt für Punkt heran und mit einem Block schafften sie den 11:11-Ausgleich, was Alexander Waibl nun ebenfalls zu einer Auszeit zwang. Anschließend lieferten sich beide Mannschaften einen engen Schlagabtausch, bei dem die USC-Damen nun mit ihren Aufschlägen der Dresdner Annahme Probleme bereiteten. Als Esther Spöler mit einem Ass die 17:15-Führung für den USC erzielte, hatte Alexander Waibl zum zweiten Mal Gesprächsbedarf. Es half, denn in der Crunchtime straffte sich seine Mannschaft – ein Ass von Amanda Siksna sorgte für die 20:18-Führung und im Angriff übernahm Marta Levinska mehrfach die Verantwortung, verwandelte auch den zweiten Satzball.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs starteten die Gäste besser ins Spiel, schlugen druckvoll auf und erarbeiteten sich einen 8:3-Vorsprung. So musste Alexander Waibl seine Damen zeitig zur Auszeit bitten. Und seine Worte halfen. Lorena Lorber Fijok gelangen zwei glänzende Aktionen in Abwehr und Angriff, Amanda Siksna beendete zudem einen langen und umkämpften Ballwechsel mit dem Punkt zum 7:9 und Marta Levinska versenkte zweimal die Bälle hintereinander im USC-Feld. Nach dem 9:9-Ausgleich lief das Spiel der Dresdnerinnen immer besser und sie zogen auf 16:11 davon. Bis zum Schluss zogen sie nun ihr Spiel durch.
Im dritten Abschnitt blieb es bis zum 11:10 hart umkämpft, danach aber spielten die DSCVOLLEYs ihre Stärken in allen Elementen aus – Annahme und Block standen stabil, Emma Grome setzte ihre Angreiferinnen variabel ein und diese nutzten ihre Chancen konsequent. Marta Levinska holte nach nur 67 Minuten mit dem 24:16 den ersten Matchball heraus, den Jette Kuipers mit einem Ass auch postwendend verwandelte.