Die DSCVOLLEYs haben im letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Hauptrunde nichts anbrennen lassen und das Ostderby bei Schwarz-Weiß Erfurt überzeugend mit 3:0 (25:15, 25:12, 25:15) gewonnen.

„Wir haben voll durchgezogen, haben sehr gut aufgeschlagen und waren auch im Angriff und der Block- und Feldabwehr überlegen. Nur nach der Zehn-Minuten-Pause war zu Beginn des dritten Satzes kurz die Spannung etwas weg, doch wir haben uns dann schnell wieder gefangen“, zeigte sich Chefcoach Alexander Waibl sehr zufrieden. Nun geht der Blick bereits auf das erste Halbfinal-Spiel im CEV-Cup am kommenden Donnerstag gegen Chieri in der heimischen Margon Arena.

Mit der goldenen MVP-Medaille wurde DSC-Zuspielerin Emma Grome ausgezeichnet, Silber ging an die Erfurterin Elizabeth Sandbothe. Als erfolgreichste DSC-Scorerin erwies sich Amanda Siksna mit 11 Punkten, Marta Levinska und Lorena Lorber Fijok brachten es auf jeweils 10 Zähler. Alexander Waibl änderte nichts an seiner Aufstellung, startete mit der bekannten Stammformation in das Ostderby.

Die Dresdnerinnen starteten konzentriert, erarbeiteten sich schnell einen 5:0-Vorsprung, den sie mit druckvollen Aufgaben auf 8:1 ausbauen konnten. Das bewog den Erfurter Trainer Pablo Sanchez, die erste Auszeit zu nehmen. Doch es half nur wenig. Die DSCVOLLEYs punkteten weiter mit druckvollen Aufgaben, variablen Angriffen, und sie waren auch in der Abwehr präsent. Als Amanda Siksna mit einem schönen Schnellangriff auf 15:7 erhöhte, nahm der Erfurter Coach die nächste Auszeit. Dennoch diktierten die Gäste das Spielgeschehen deutlich. So konnte Alexander Waibl seinen Spielerinnen der zweiten Reihe Einsatzzeiten gewähren. Beim 22:11 brachte er per Doppelwechsel Rosa Entius und Zuspielerin Lena Olliges, die für die verletzte Larissa Winter im Aufgebot stand und nun ihr Erstliga-Debüt gab. Auch in dieser Besetzung ließen die Elbestädterinnen nichts mehr anbrennen. Rosa Entius holte mit dem 24:12 den ersten Satzball heraus. Dreimal konnte Erfurt abwehren, doch beim vierten Versuch war gegen den Angriff von Jette Kuipers kein Kraut gewachsen.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmte der Favorit das Geschehen auf dem Feld, entschied vor allem das Aufschlag-Annahme-Duell klar zu seinen Gunsten. Über die Stationen 6:2 und 12:7 erarbeiteten sich die Mädels um Kapitänin Patricia Nestler einen klaren Vorsprung, den sie auch dank einer Aufschlagserie von Amanda Siksna auf 16:7 weiter ausbauten. Beim 18:8 wechselte Alexander Waibl Miku Akimoto für Jette Kuipers ein. Der Japanerin gelang wenig später ein Ass zum 20:9. Am Ende setzte Lorena Lorber Fijok mit dem zweiten Satzball den Schlusspunkt.

Nach einer Zehn-Minuten-Pause verloren die DSCVOLLEYs kurzzeitig ein wenig den Fokus und die Gastgeberinnen versuchten, über eine mutige Spielweise den Favoriten ein bisschen zu ärgern. So gingen die Schwarz-Weiß-Damen um Libera Lotte Goertz zunächst mit 5:1 in Führung. Doch weil sie sich dann auch wieder leichte Fehler erlaubten und sich die Waibl-Schützlinge zudem wieder strafften, lief die Partie schnell wieder in die andere Richtung. Druckvolle Aufschläge und eine starke Blockarbeit trugen dazu bei, dass die Gäste den 7:7-Ausgleich herstellten und anschließend mit einem 8:0-Lauf auf 15:7 davonzogen. Beim 18:8 kam erneut Miku Akimoto aufs Feld und beim 20:11 erhielten Lena Olliges und Rosa Entius per Doppelwechsel noch einmal Einsatzzeit. Nach nur 58 Minuten verwandelte Miku Akimoto mit einem Ass den ersten Matchball zum souveränen Sieg.