Was für ein riesiger Kampf, was für eine Moral! Die DSCVOLLEYs haben das zweite Play-off-Viertelfinalspiel beim USC Münster in einem wahren Krimi und einem Herzschlagfinale im Tiebreak hauchdünn mit 3:2 (25:20, 22:25, 22:25, 25:23, 18:16) gewonnen. Nachdem sie bereits die erste Partie daheim mit 3:0 für sich entschieden hatten, stehen die Schützlinge von Alexander Waibl nun in der Runde der besten Vier. Im Halbfinale treffen sie auf den Vorrunden-Sieger Allianz MZV Stuttgart, der sich ebenfalls in zwei Partien gegen Schwarz-Weiß Erfurt durchsetzte. Am 8.4. gibt es das Heimspiel gegen Stuttgart in der Margon Arena, Tickets könnt ihr ab sofort erwerben.

„Es war ein reines Kampf- und Mentalitätsspiel. Wir hatten keine so gute Qualität in unseren Basics. Kompliment jedoch an Münster, die sehr gut und auch variabel gespielt haben. Bei uns hat der Doppelwechsel gut funktioniert, am Ende war es absolut eng. Natürlich sind wir froh, dass wir jetzt im Halbfinale stehen“, erklärte Alexander Waibl.

Mit der goldenen MVP-Medaille wurde Mette Pfeffer ausgezeichnet, Silber erhielt USC-Angreiferin Amelie Strothoff.

Als erfolgreichste DSC-Scorerin erwies sich Marta Levinska mit 27 Punkten, Mette Pfeffer brachte es auf 21, Lorena Lorber Fijok auf 15 und Jette Kuipers auf 11 Zähler.

Alexander Waibl startete mit der gleichen Formation wie im ersten Spiel in diese Partie.

Den DSCVOLLEYS gelang ein perfekter Start. Ein harter Angriff von Marta Levinska, zwei Punkte von Mette Pfeffer und erneut Levinska – schon führten die Gäste mit 4:0 und USC-Coach Matthias Pack bat sein Team zur ersten Auszeit. Aber die Dresdnerinnen blieben am Drücker, bauten mit einem Ass von Mette Pfeffer auf 7:1 aus. Danach aber kamen die Münsteranerinnen besser in die Partie, kämpften sich auch durch eine Aufschlagserie von Esther Spöler auf 7:9 heran und zwangen nun Alexander Waibl zu einer ersten Auszeit. Nach dem 9:9-Ausgleich brachte Jette Kuipers ihre Mannschaft aber wieder mit zwei Punkten in die Vorhand. Dennoch blieb es eng. Doch in der Crunchtime spielten die Waibl-Schützlinge ihre Qualitäten und ihre Erfahrung aus, leisteten sich weniger Fehler als die Gastgeberinnen, und dann war es wieder einmal Marta Levinska, die den zweiten Satzball nutzte.

Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt immer mehr zugunsten der Gastgeberinnen, die ihrerseits druckvoll aufschlugen, variabel angriffen und dabei viel Power einsetzten. Auch weil sich bei den Gästen kleinere Ungenauigkeiten einschlichen, konnten sich die USC-Damen mit 7:4 absetzen. Anschließend kämpften sich die Waibl-Schützlinge jedoch wieder heran, doch es blieb nun ein enger Schlagabtausch auf Augenhöhe. In der Crunchtime setzte sich Münster auf 19:16 ab. Da half am Ende auch die zweite Auszeit durch den DSC-Coach wenig, denn in der Schlussphase ließen sich die Gastgeberinnen den Satzgewinn nicht mehr nehmen. Bei der vierten Chance unterlief Amanda Siksna ein Aufschlagfehler und damit war der Satzausgleich perfekt.

Auch im dritten Durchgang legten die mutig aufspielenden USC-Damen um Kapitänin Esther Spöler mit 6:4 vor. Alexander Waibl brachte Florentine Rosemann für Amanda Siksna und beim 10:12-Rückstand sorgte er mit dem Doppelwechsel noch einmal für frischen Wind. Die Ex-Münsteranerin Rosa Entius konnte auch gleich den Ball zum 11:12 im gegnerischen Feld versenken und Larissa Winter glich mit einem Ass zum 12:12 aus. Bis zum 18:18 blieb das Spiel absolut eng, doch auch dieses Mal behielten die Unabhängigen in der Schlussphase die Nerven und gingen mit 2:1 nach Sätzen in Führung.

Im vierten Akt lieferten sich beide Teams weiter einen engen Schlagabtausch mit zahlreichen spektakulären Abwehraktionen und Ballwechseln. DSC-Trainer Alexander Waibl hatte einige Anpassungen vorgenommen, die fruchteten. Mit einem Ass von Mette Pfeffer setzte sich der DSC zwischenzeitlich auf 17:13 ab, doch nach einer Auszeit von Münster kämpften sich die Gastgeberinnen auf 18:18 heran. Alexander Waibl versuchte es wieder mit dem Doppelwechsel und hatte damit erneut Erfolg. Nach zwei schönen Angriffen von Rosa Entius und einem Ass von Jette Kuipers lag der DSC mit 21:18 in Front. Die USC-Damen gaben jedoch keinen Ball verloren, schafften den 21:22-Anschluss. Doch Lorena Lorber Fijok und Mette Pfeffer sorgten am Ende maßgeblich für den Satzausgleich.

Auch der Tiebreak war an Spannung kaum zu überbieten. Mit einer 8:6-Führung für den DSC ging es zum letzten Seitenwechsel. Als Kuipers wenig später den Ball zum 13:10 über den gegnerischen Block legte, schien der Sieg greifbar. Doch der USC gab sich noch längst nicht geschlagen. Die eingewechselte Carla Fuchs servierte ein Ass zum 13:13. Alles war wieder offen. Lorena Lorber Fijok wuchtete danach den Ball vehement ins gegnerische Feld und holte den ersten Matchball heraus. Doch die Ex-Dresdnerin Elena Kömmling wehrte ab. Nun erkämpfte sich Münster zweimal hintereinander einen Matchball. Doch die DSC-Mädels holten die letzten Körner aus sich heraus, auch Patricia Nestler hechtete mit aller Kraft nach dem Ball und dann war es Marta Levinska, die den zweiten Matchball für die DSCVOLLEYs nach 128 hart umkämpften Minuten verwandelte und damit den Einzug ins Halbfinale perfekt machte.