Vor stimmungsvoller Kulisse in der heimischen Margon Arena haben die DSCVOLLEYS alles versucht, doch am Ende hat es nicht gereicht. Das Team von Alexander Waibl verlor das zweite Playoff-Finalspiel gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen nach einem engen Kampf am Ende knapp mit 2:3 (25:23, 11:25, 26:24,14:25, 13:15). Nach der 0:3-Auftakt-Niederlage liegen die Dresdnerinnen in der „Best-of-five“-Serie nun mit 0:2 zurück. Deshalb heißt es jetzt, schnell Mund abputzen, gut regenerieren und nochmal Kraft tanken, um am Mittwoch in der Wolfsgrube dem Pokalsieger einen heißen Fight zu liefern und sich ein erneutes Heimspiel am kommenden Sonnabend zu erkämpfen.

„Im Vergleich zu letzten Mittwoch waren wir heute deutlich näher dran, haben einige Sachen besser gemacht. Die Suhler Durchschlagskraft im Angriff war jedoch größer als unsere und auch in der Block-Abwehr müssen wir uns noch steigern. Wir werden am Dienstag nach Suhl fahren und dort dann noch einmal versuchen, alles reinzuhauen und uns noch ein Heimspiel zu holen“, erklärte Alexander Waibl.

Mit der goldenen MVP-Medaille wurde VfB-Zuspielerin Lara Nagels ausgezeichnet, Silber ging an DSC-Mittelblockerin Mette Pfeffer.

Als erfolgreichste DSC-Scorerin erwies sich Marta Levinska mit 21 Punkten, Mette Pfeffer und Lorena Lorena Lorber Fijok brachten es jeweils auf 14 Zähler.

Alexander Waibl musste auf die erkrankten Amanda Siksna und Teresa Ziegenbalg verzichten, dafür kehrte die im ersten Spiel fehlende Kapitänin Patricia Nestler ins Aufgebot zurück. So startete der Coach ins Spiel: Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Lorena Lorber Fijok und Jette Kuipers auf Annahme-Außen, Mette Pfeffer und Florentine Rosemann in der Mitte und Patricia Nestler auf der Liberoposition.

Beide Fan-Lager sorgten schon Minuten vor Spielbeginn für Gänsehautstimmung in der „Margon-Hölle“. Unter den 3000 Zuschauern waren auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens OB Dirk Hilbert. Und die durch einige personelle Sorgen erneut gehandicapten Gastgeberinnen starteten gut in die Partie, konnten sich auch dank einer Aufschlagserie von Jette Kuipers auf 8:5 absetzen und zwangen Gäste-Coach Laszlo Hollosy zur ersten Auszeit. In der Folgezeit kämpfte sich der VfB vor allem über die Angriffe von Sanaa Dotson, die sich gegen den DSC-Block durchsetzen konnte, auf einen Punkt (8:9) heran. Doch die Waibl-Schützlinge blieben die Antwort nicht schuldig, nutzten ihre Chancen im Angriff und als Marta Levinska mit einem Ass den Punkt zum 18:14 erzielte, bat Laszlo Hollosy sein Team erneut an die Seitenlinie. Seine Worte fruchteten und die Thüringerinnen bissen sich auch durch die Aufgaben von Svea Naujack wieder heran, zwangen beim 17:18 nun den DSC-Coach zur Auszeit. In der engen Crunchtime war Mette Pfeffer im Block hellwach und sie versenkte per Schnellangriff den Ball am Ende auch beim zweiten Satzball im gegnerischen Feld.

Den Schwung konnten die Dresdnerinnen allerdings nicht mit in den zweiten Abschnitt nehmen. Die Gäste legten dagegen einen fulminanten Start hin- mit druckvollen Aufgaben von Lara Nagels, den hammerharten Angriffen von Sanaa Dotson setzten sich die Suhlerinnen schnell auf 7:0 ab. Auch ein kurzer Doppelwechsel und die Einwechslung von Miku Akimoto brachten keine wirkliche Trendwende, zumal sich die Fehler bei den DSCVOLLEYS häuften. Die Waibl-Schützlinge fanden keinen Rhythmus im Angriff und liefen dem großen Rückstand vergeblich hinterher.

Viel besser starteten sie dann in Satz Nummer drei, konnten sich auch nach ein, zwei Suhler Fehlern mit 5:1 einen kleinen Vorsprung verschaffen. Doch die VfB-Damen kämpften sich anschließend Punkt für Punkt heran, schafften mit einem Block den 8:8-Ausgleich und drehten dank druckvoller Aufgaben von Roosa Laakonen den Spieß zu ihren Gunsten um, gingen mit 11:8 in Führung. Alexander Waibl reagierte erst mit einer Auszeit und dann brachte er im Zuspiel Larissa Winter für Emma Grome. Die Thüringerinnen aber bauten ihren Vorsprung über ihre sehr physischen Angreiferinnen auf 20:15 aus. Kurz darauf kam Emma Grome aufs Feld zurück und an die Aufgabe. Lorena Lorber Fijok versenkte den nächsten Ball im VfB-Feld und gab damit das Zeichen zur Aufholjagd, anschließend stand auch der Block und als Marta Levinska mit ihrem Angriff das 19:21 erzielte, hatte Laszlo Hollosy Redebedarf. Die Dresdner agierten nun aggressiver und als Lorena Lorer Fijok ein Ass zum 21:22 servierte das auch von einer Video-Challenge bestätigt wurde – stand die Margon Arena Kopf. Jette Kuipers brachte die Dresdner Fans mit dem 22:22 zum Ausrasten. Ein weiteres Ass von Lorber Fijok und ein Angriff von Kuipers nach einem langen Ballwechsel sorgten für de 24:22-Führung und den ersten DSC-Satzball. Suhl hielt zweimal dagegen, doch Mette Pfeffer verwandelte mit einem Monsterblock gegen den Angriff von Mackenzie Foley den dritten Satzball für die Gastgeberinnen.

Der vierte Akt glich dann aber wieder dem zweiten, denn während sich bei den DSCVOLLEYS einige Fehler einschlichen, agierten die Gäste aus Thüringen sehr kompakt und eine Aufschlagserie von Laakonen sorgte für eine schnell 8:3-Führung. Beim 3:10 wechselte Alexander Waibl Miku Akimoto für jette Kuipers ein, doch auch diesmal liefen die Elbestädterinnen dem Rückstand vergeblich hinterher.

Im Tiebreak lieferten sich beide Teams von Beginn an einen engen Schlagabtausch. Als eine Challenge zeigte, dass die Aufgabe von Mette Pfeffer genau auf dem Eck gelandet war, lagen beide Mannschaften mit 6:6 gleichauf. Doch die glänzend aufgelegte Monika Brancuska (30 Punkte) und ihre Teamkollegin Sanaa Dotson sorgten mit ihren Angriffen für einen 8:6-Vorsprung der Gäste beim letzten Seitenwechsel. In der Crunchtime führte der Pokalsieger dann mit 13:10. Die DSCVOLLEYS stemmten sich jedoch mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, wehrten auch den ersten Matchball der Suhlerinnen ab, doch nach 115 Minuten nutzte Monika Brancuska die zweite Chance