Auftakt-Niederlage in Suhl
Das war nicht der Auftakt, den sich die DSCVOLLEYs erhofft hatten. Das erste Finalspiel verloren die Schützlinge von Alexander Waibl bei Pokalsieger VfB Suhl LOTTO Thüringen glatt mit 0:3 (22:25, 22:25, 16:25). Allerdings mussten die Elbestädterinnen kurzfristig auf ihre angeschlagene Kapitänin, Libero Patricia Nestler verzichten. Doch Kopf in den Sand stecken gibt es für die Mädels vom Supercup-Gewinner nicht. Am Sonnabend steigt in der heimischen Margon Arena in der Serie „best of five“ das zweite Spiel. Und da wollen die DSCVOLLEYs die nächste Chance beim Schopf packen.
„Wir haben gegen einen Gegner verloren, der einfach besser war und sich weniger Fehler geleistet hat. Wir haben es heute zu wenig geschafft, den Suhler Annahmeriegel unter Druck zu setzen“, bilanzierte Alexander Waibl kurz und knapp.
Mit der goldenen MVP-Medaille wurde VfB-Angreiferin Mackenzie Foley geehrt, die silberne Medaille ging an Marta Levinska, die sich mit 21 Punkten auch als erfolgreichste DSC-Scorerin erwies. Mette Pfeffer brachte es auf 12 Zähler.
Alexander Waibl musste seine Formation verändern, startete mit Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Jette Kuipers und Miku Akimoto im Außenangriff, Mette Pfeffer und Amanda Siksna auf der Mitte. Als Libero sprang dieses Mal Lorena Lorber Fijok in die Bresche.
Im ersten Satz versuchten beide Mannschaften, ihren Rhythmus zu finden. Suhl gelang das vor 1800 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsgrube etwas besser und die Gastgeberinnen legten immer wieder vor. Die DSC-Mädels machten sich das Leben mit zu vielen leichten Fehlern – allein sieben im Aufschlag – das Leben selbst schwer. Beim 5:7 nahm Alexander Waibl seine erste Auszeit. In der Annahme agierten die Dresdnerinnen etwas zu unpräzise. Trotz allem kämpften sich die Waibl-Schützlinge nach einem 11:14-Rückstand in der Folgezeit heran und Miku Akimoto sorgte mit einem Angriffspunkt für den 20:20-Ausgleich. VfB-Trainer Laszlo Hollosy bat nun sein Team auch an die Seitenlinie. In der engen Schlussphase spielten die Gastgeberinnen ihre Stärken im Aufschlag und Angriff aus. Marta Levinska konnte den ersten Satzball noch abwehren, doch der zweite führte zum Erfolg.
Im zweiten Durchgang fanden die Dresdnerinnen zunächst besser ihren Rhythmus. Das Geschehen auf dem Feld blieb absolut eng und ausgeglichen. Lorena Lorber Fijok machte ihre Sache auf der ungewohnten Position immer besser und beim 14:14 war alles noch offen. Doch anschließend erhöhte Suhl weiter den Druck im Aufschlag und punktete kompromisslos im Angriff. Beim 15:19 brachte Alexander Waibl wie schon gegen Stuttgart Teresa Ziegenbalg, kurz darauf bat er seine Mädels noch einmal zur Auszeit. Danach bissen sich seine Schützlinge mit großem Kampfgeist noch einmal auf 21:22 heran, doch auch weil sich der DSC einige Fehler erlaubte, zudem die Durchschlagskraft über die Außenpositionen zu gering war, ging am Ende auch dieser Abschnitt an die VfB-Damen.
Zu Beginn des dritten Aktes verloren die DSCVOLLEYs auch durch zu viele Fehler in allen Bereichen schnell den Faden. Auch in den Auszeiten beim 0:4 und später beim 3:9 konnte Alexander Waibl seine Mädels nicht wieder zurück ins Spiel bringen. Auch wenn sie nicht aufgaben, sondern versuchten, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, konnten sie gegen die konsequent und angriffsstark agierenden Suhlerinnen das Blatt nicht mehr wenden. Nach 78 Minuten verwandelte Monika Brancuska den ersten Matchball zum Sieg.