Dresden, 3. Oktober 2026 – Vor 2.000 Zuschauer:innen in der Coburger HUK-COBURG arena haben die DSCVOLLEYs den ersten Titel der Saison 2026/27 knapp verpasst. Im Thüringer Wald Supercup musste sich die Dresdnerinnen dem amtierenden Meister und Pokalsieger VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 0:3 (24:26, 27:29, 23:25) geschlagen geben. In einer durchweg engen und intensiven Partie auf Augenhöhe entschieden am Ende kleinste Nuancen und verpasste Chancen in den Satzfinals zugunsten der Thüringerinnen.
Starke Dresdner Blockarbeit – Suhl nutzt späte Chancen
Nachdem sich beide Cheftrainer im Vorfeld der Neuauflage des Finales der Vorsaison die Favoritenrolle gegenseitig zugeschoben hatten, entwickelte sich von Beginn an ein packender Schlagabtausch. DSCVOLLEY-Neuzugang Lena Kindermann eröffnete die neue Spielzeit mit einem cleveren Leger hinter den Suhler Block. Die Dresdnerinnen fanden gut in die Partie und erarbeiteten sich früh leichten Zugriff im Block (3:3). Zuspielerin Sarah Straube setzte Nationalmannschaftskollegin Mette Pfeffer auf der Mittelblock-Position effizient in Szene und brachte Dresden mit 8:6 in Führung.
Suhl konterte jedoch mit einer Druckphase von MVP Hannah Hartmann an der Aufschlaglinie (10:10), worauf Alex Waibl mit seiner ersten Auszeit reagierte. Dresdens Ex-Suhlerin Mackenzie Foley erwies sich in der Folge als verlässliche Option in schwierigen Situationen und hielt die DSCVOLLEYs im Spiel (16:16). Nach einem offenen Ballwechsel und einer Challenge-Entscheidung geriet Dresden kurz vor der Crunchtime mit 18:22 in Rückstand. Das Team von Alex Waibl bewies zwar Kampfgeist und kämpfte sich noch einmal heran, musste den hart umkämpften Auftaktsatz nach einem gegnerischen Ass aber hauchdünn mit 24:26 abgeben.
Bitterer Satzverlust trotz deutlicher Führung und fünf Satzbällen
Der zweite Durchgang begann zunächst ausgeglichen, ehe die Dresdnerinnen über eine starke Feldabwehr die Kontrolle übernahmen. Ein Blockpunkt von Kindermann sowie ein Ass von Pfeffer brachten den Ausgleich (5:4). Mackenzie Foley nutzte kurz darauf einen Overpass eiskalt zur 9:7-Führung. Zwei Angriffsfehler auf Suhler Seite zwangen Suhls Coach László Hollósy beim Stand von 12:8 für Dresden zur Auszeit. Der DSC nutzte die Unsicherheiten der Thüringerinnen konsequent aus und zog – getragen von variablen Angriffen – auf 17:11 davon.
Suhl stellte jedoch um und blies zur Aufholjagd. Trotz einer Auszeit von Alex Waibl schmolz der Vorsprung dahin (18:17), ehe Suhl beim 21:21 den Ausgleich erzwang. Foley erarbeitete für die DSCVOLLEYs zwar erneut den Satzball, doch wie schon im ersten Durchgang ging es in die Verlängerung. Dresden verpasste es in dieser Phase, den Sack zuzumachen: Gleich fünf Satzbälle konnten die Dresdnerinnen nicht nutzen. Suhl bewahrte in den entscheidenden Ballwechseln die Nerven und entschied auch Satz zwei mit 29:27 für sich.
Kampfgeist im Dritten reicht nicht ganz
Dresden schüttelte den Rückschlag mental schnell ab und hielt im dritten Durchgang sofort wieder dagegen (5:5). Das gute Zusammenspiel zwischen Sarah Straube und Mette Pfeffer brachte die DSCVOLLEYs erneut mit 11:8 in Front. Suhl meldete sich jedoch mit direkten Blockpunkten zurück und glich aus (13:13). In der Folge geriet der Dresdner Annahmeriegel unter zunehmenden Druck durch die Suhler Aufschläge, was den Spielaufbau erschwerte.
Suhl zog auf 22:18 davon, doch die DSCVOLLEYs gaben sich nicht auf und blieben bis zum Schluss auf Schlagdistanz. Ein harter Suhler Angriff brachte schließlich beim 21:24 den Matchball für den VfB. Dresden wehrte noch einmal ab, musste sich aber nach einem genutzten Overpass der Suhlerinnen mit 23:25 geschlagen geben.
Stimmen zum Spiel
Alexander Waibl:
„Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir sind ganz gut reingekommen, aber hatten im ersten Satz fünf, sechs extrem knappe Situationen gegen uns. Im Endeffekt verlieren wir das Spiel im zweiten Satz. Wir sind relativ klar in Führung, haben dann aber Probleme, wenn die Annahme nicht da ist, etwas Produktives hinzubekommt. Suhl hat wie immer sehr gut Block-Feld-Abwehr gespielt und das Momentum haben sie dann in den dritten Satz mit reingenommen.“
Sarah Straube :
„Wenn man auf den Spielstand guckt, ist ein 0:3 sehr klar – aber alle Sätze endeten mit nur zwei Punkten Unterschied. Man hat gesehen, dass die Abstimmung, auch zwischen Zuspiel und Angriff, noch fehlt. Ich denke, das war ausschlaggebend.“
Vielen Dank an ALLE mitgereisten Fans, für die großartige Unterstützung vor Ort!