Dresden, 18. September 2026 – Zum Start der Spielzeit 2026/27 führt die Volleyball Bundesliga (VBL) ausgewählte Regeltests ein, die im Sommer bereits auf internationaler Ebene erprobt wurden. Die offiziellen Volleyballregeln bleiben grundsätzlich unverändert, jedoch gelten für die Bundesligen sowie den DVV-Pokal ab sofort einige angepasste Vorgaben.
Die Bundesliga-Schiedsrichter:innen wurden im Rahmen ihrer Fortbildungsseminare geschult und werden die neuen Regelungen vor den ersten Saisonspielen vor Spielbeginn noch einmal detailliert mit den Trainer:innen und Kapitän:innen besprechen.
Hier gibt es alle Änderungen im Überblick:
1. Regeltests in allen Bundesligen & im Zoi DVV-Pokal
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Frühere Positionsfreigabe in der Annahme: Spieler:innen in der Annahme dürfen ihre Position bereits mit Beginn der Auftaktbewegung des Aufschlagspielers bzw. der Aufschlagspielerin verlassen.
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Konsequentere Ahndung von technischen Fehlern: Geschobene, gehobene oder länger geführte Bälle (international als „pushing“, „lifting“ oder „carrying“ bezeichnet) werden durch das Schiedsgericht ab sofort strenger gepfiffen.
2. Zusätzliche Regeltests in der 1. Bundesliga
Für die 1. Bundesligen kommen weitere Anpassungen hinzu, die vor allem das Challenge-System betreffen:
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Challenge erst nach Ballwechsel: Eine Challenge, die sich auf einen laufenden Spielzug bezieht, ist weiterhin möglich, darf künftig allerdings erst nach dem Ende des Spielzugs beantragt werden.
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Erweiterte Überprüfung: Ab sofort können auch Ballberührungen außerhalb einer Blockaktion überprüft werden – beispielsweise mögliche Berührungen in der Annahme oder in der Feldabwehr.
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Keine Auszeit nach verlorener Challenge: Nimmt ein Team eine Challenge und liegt damit falsch, verfällt für die betreffende Mannschaft im direkten Anschluss das Recht, eine reguläre Auszeit zu nehmen.
3. Mehr Fokus auf Respekt und Sportlichkeit
Auch das Verhalten gegenüber dem Schiedsgericht wird noch konsequenter beobachtet. Trainer:innen, die das Spielfeld oder die Wechselzone mit der offenkundigen Absicht betreten, sich über Entscheidungen zu beschweren, müssen mit direkten Sanktionen rechnen. Gleiches gilt für Spieler:innen, die unter dem Netz hindurch das gegnerische Spielfeld betreten und sich dort gegenüber Gegenspieler:innen oder dem Schiedsgericht unangemessen verhalten.
Warum jetzt? Hintergründe zu internationalen Wettbewerben
Sowohl der Weltverband (FIVB) als auch der europäische Verband (CEV) haben im Sommer verschiedene Regelvarianten getestet. Wie die CEV bezüglich der kommenden Europapokal-Saison entscheidet, steht aktuell noch nicht abschließend fest.
„Für die VBL sind die europäischen Clubwettbewerbe eine wichtige Orientierung. Vor allem die international vertretenen Bundesligisten sollen möglichst unter vergleichbaren Bedingungen spielen. Gleichzeitig ist für uns entscheidend, dass alle Beteiligten zum Saisonstart wissen, welche Regeln gelten. Da der Spielbetrieb in Deutschland nun beginnt, musste die VBL bereits jetzt eine Entscheidung treffen“, erklärt VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler.
Die Entscheidung basiert auf der Annahme, die derzeit für die europäischen Wettbewerbe als die wahrscheinlichste gilt. Eine endgültige Entscheidung der CEV wird im Laufe des Herbstes erwartet.
Hinweis: Bei allen genannten Anpassungen handelt es sich ausdrücklich um Regeltests für den VBL-Spielbetrieb. In den Dritten Ligen, tieferen Spielklassen sowie im Jugendbereich gelten weiterhin die regulären amtlichen Volleyballregeln.