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Am 17. September 2003 geboren, ist Rosa Entius eine der jüngsten Spielerinnen auf der anspruchsvollen Diagonalposition in der Volleyball Bundesliga. Seit dieser Saison trägt die Niederländerin das Trikot des Dresdner SC, dessen Fans sie kaum erwarten konnte zu treffen.

Wer verstehen will, wie sie hierhergekommen ist, muss zurück zum Anfang. Als Jugendliche war ihr Alltag noch überschaubar: einmal täglich Training, tagsüber Schule, abends Halle. Mit dem Schritt in den Profibereich hat sich das grundlegend verändert. „Seit ich professionell spiele, hat sich das auf zweimal täglich geändert“, sagt Entius. „Du lebst für den Volleyball.“ Morgens wartet eine Kombination aus Kraft- und Balltraining, nachmittags die Mannschaftseinheit – je nach Spielplan variiert der Rhythmus, aber die Intensität bleibt. Übrigens, im Sommer, wenn Spielpause ist, arbeitet Rosa nach wie vor im Strandrestaurant „Schorl aan Zee“.

Ihren ersten großen Schritt machte sie bei Friso Sneek, wo sie von 2021 bis 2024 spielte und zweimal in Folge die niederländische Meisterschaft gewann. Nach einer Saison beim USC Münster wechselte sie zum DSC, um den nächsten Karriereschritt zu gehen und sich in einem ambitionierten und etablierten Team weiterzuentwickeln. Cheftrainer Alexander Waibl sieht in ihr eine Spielerin mit variablem Angriffsspiel und großem Entwicklungspotenzial.

In Dresden angekommen, hat Entius in dieser Saison bereits Momente erlebt, von denen sie als Kind geträumt hat. Den Gewinn des Supercups oder die Champions-League-Partien, Begegnungen mit starken Gegnerinnen, bei denen tolle Punkte besondere Erinnerungen entstehen lassen. „Als Spielerin träumst du schon in jungen Jahren von solchen Momenten“, sagt sie. „Es sind Momente, die man gemeinsam feiert – und die zeigen, warum Mannschaftssport so viel bedeuten kann.“

Denn gerade das Kollektiv ist ihr wichtig. Jede Spielerin bringt andere Stärken mit. Wenn diese zusammenkommen, entsteht nach Entius‘ Überzeugung ein Umfeld, in dem alle wachsen. „Wir haben ein Team mit Frauen, die alle viel Energie mitbringen, und das sieht man auf dem Spielfeld.“ Diese gemeinsame Energie, so sagt sie, sorge für einen tollen Spielfluss.

Auch mit Niederlagen geht sie strukturiert um. Nach schlechten Spielen schaut sie sich ihre eigenen Angriffe noch einmal an, analysiert, was besser hätte laufen können. Das Team tut dasselbe: gemeinsam auswerten, gemeinsam wachsen. „Leider kann man nicht jedes Spiel gewinnen. Das gehört zum Spitzensport dazu. Ich glaube aber, dass man als Team viel daraus lernen kann.“

Und wenn der Spieltag vorbei ist? Dann zieht Entius los, durch Dresdens Innenstadt zum Shoppen, durch den Großen Garten spazieren, einen Cappuccino mit Hafermilch in der Hand. Ein kleines Ritual, das nichts mit Volleyball zu tun hat. Und genau deshalb so wichtig ist.

Aus Sicht der Diagonalangreiferin

Als Diagonalangreiferin hast du oft die Aufgabe, aus schwierigen Bällen Punkte zu erzielen. Wie trainierst du diese Flexibilität?

Da wir sowohl morgens als auch nachmittags viele Trainingsstunden haben, kommen wir oft an den Ball. Morgens schlagen wir regelmäßig Bälle aus einer Box, um verschiedene Winkel zu trainieren und den Ball hoch zu treffen. Später, beim Mannschaftstraining am Nachmittag, kannst du das mit den Mittelblockerinnen deiner Teamkollegen vor dir umsetzen. Auf diese Weise lernt man auch viel voneinander. Wenn man geblockt wird, versucht man, den nächsten Ball auf eine andere Art zu punkten – zum Beispiel hoch über die Hände, mit einem Block-Out oder durch einen etwas anderen Winkel.

Rosa Entius
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Wie gehst du mit der Verantwortung um, den Angriff in entscheidenden Momenten anzuführen?

Für den Diagonalspieler ist es wichtig, in entscheidenden Momenten Punkte zu erzielen. Das schaffst du, indem du ruhig bleibst und vor allem das umsetzt, was du jeden Tag trainierst.

Was ist der schwierigste Aspekt deiner Position – und was macht sie gleichzeitig so besonders?

Das Schwierigste daran, Diagonalspielerin zu sein, ist, dass von dir erwartet wird, in entscheidenden Momenten zu punkten. Aber genau das macht die Position auch so reizvoll, denn wenn du diese Bälle verwertest, kannst du ein Schlüsselspieler für dein Team sein. Gleichzeitig sind auch andere Aspekte wie Blocken, Verteidigung und ein starker Aufschlag wichtig.

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