Sie ist aus dem Spiel des Dresdner SC kaum noch wegzudenken: Die niederländische Außenangreiferin Jette Kuipers. Mit ihrer Körpergröße von 1,85 m und der markanten Rückennummer 8 hat sich die Nationalspielerin schnell zu einer festen Größe an der Elbe entwickelt. Ob durch ihre Erfahrung oder ihre ansteckende positive Energie – Jette bereichert das Team weit über das Sportliche hinaus. Doch was treibt Jette eigentlich an, wenn die Scheinwerfer in der Margon Arena ausgehen? Wir haben mit ihr über Teamgeist, emotionale Meilensteine und ihr Leben abseits des Volleyballfeldes gesprochen.
Wenn Jette Kuipers über ihre bisherige Karriere spricht, funkeln die Augen der Außenangreiferin. „Für mich war es echt was Besonderes, zum ersten Mal für die A-Nationalmannschaft zu spielen. Es ist einfach super, sein eigenes Land vertreten zu dürfen“, erinnert sie sich an ihre Anfänge auf der ganz großen Bühne. Ihr Weg führte sie schließlich in die Bundesliga, wo sie schnell Fuß fasste: „Auch mein erstes Jahr im Ausland bei Suhl und der Gewinn der Bronzemedaille sind etwas, das ich nie vergessen werde. Und dann natürlich der Wechsel nach Dresden und der Gewinn des Supercups!“
Auf dem Feld ist Jette nicht nur für ihre Sprungkraft, sondern vor allem für ihre Präsenz bekannt. Für sie ist die verbale Abstimmung der Schlüssel zum Erfolg: „Für mich ist das echt wichtig: Je mehr man redet, desto klarer und entspannter ist man auf dem Feld. Ich habe immer gelernt, auf dem Feld laut zu sein. Das hilft uns auch als Team, zusammenzuhalten und eine gute Stimmung auf dem Feld zu haben.“ Dabei legt sie großen Wert auf die richtige Einstellung ihrer Kolleginnen. Am meisten schätzt sie an ihren Mitspielerinnen „Motivation, immer hart arbeiten, um an unsere Grenzen zu gehen und als Team besser zu werden.“
Der Rückhalt für diese ehrgeizige Karriere kommt von zu Hause. „Ja, meine Familie hat mich am meisten beeinflusst. Sie unterstützen mich, leiten mich an und helfen mir, mich weiterzuentwickeln. Ich bin mega dankbar für alles, was sie tun!“, sagt Jette über ihre engsten Vertrauten. Auch in ihrer Freizeit bleibt die Verbindung zur Heimat wichtig: „In meiner Freizeit gehe ich gern spazieren. Ich telefoniere auch gern mit meiner Familie und meinen Freunden. Und ich gehe gern shoppen und erkunde die Stadt.“
Wer Jette abseits des Spielfeldes trifft, lernt schnell ihre leidenschaftliche Seite kennen. Ihre Leidenschaft: „Ich liebe es, zu kochen und zu backen!“ Wenn es nach einem anstrengenden Training oder einem harten Match um die richtige Belohnung geht, ist die Entscheidung schnell getroffen: „Eine gute Pasta.“ Mit dieser Mischung aus Fokus, Teamgeist und Lebensfreude ist Jette Kuipers definitiv eine Bereicherung für das Team des DSC.
Außenangreiferinnen sind oft die „Allrounder“ im Team. Wie findest du die Balance zwischen Angriff, Annahme und Verteidigung?
Ja, als Außenangreifer bist du in viele Aktionen involviert. Zuerst ist es wichtig, einen perfekten Pass zu spielen, bevor du dich auf den Angriff vorbereitest. Dafür brauchst du viel Konzentration. Aber du bekommst auch viel Energie daraus, wenn du einen wirklich schwierigen Ball abfangen und dann punkten kannst – das ist ein unglaubliches Gefühl. Für mich ist es auch wichtig, alles auf dem Spielfeld zu stabilisieren und viel Energie zu erzeugen.
Welche Strategie verfolgst du, wenn du gegen einen besonders starken Block spielst?
Es ist echt wichtig, mit dem Block und der Abwehr des Gegners zu spielen, also solltest du viel variieren. Harte Schläge, Tippbälle. Und es ist wichtig, nach den Schwachstellen des Gegners Ausschau zu halten.
Wie arbeitest du mit deiner Zuspielerin zusammen, um im Angriff unberechenbar zu bleiben?
Die Kommunikation zwischen der Angreiferin und der Zuspielerin ist echt wichtig. Man muss mit der Zuspielerin einen Rhythmus finden und sich gegenseitig helfen, um Konstanz zu schaffen. Tempo und Timing sind super wichtig, genauso wie das Vertrauen, das wir als Angreiferin der Zuspielerin geben können, damit sie den Ball wirklich schnell spielen kann. Deshalb ist es wichtig, dass man weiß, was man voneinander erwarten kann, und sich gegenseitig hilft.






