Mit dem ersten Playoff-Halbfinalspiel beim SC Potsdam starten die DSC Volleyball Damen an diesem Sonnabend (19 Uhr/live bei sporttotal.tv) in die heiße Phase der Meisterschaft.

Der Einzug ins Finale ist das erklärte Ziel des Vorrundenersten, der sich jedoch auf eine knallharte „Best-of-three-Serie“ gegen den Vorrunden-Vierten Potsdam einstellt. „Jetzt sind alle Mannschaften auf Augenhöhe“, befindet Cheftrainer Alexander Waibl. Die beiden Spiele in dieser Saison gegen die Potsdamerinnen sind für ihn „Schnee von gestern“, zumal sowohl die 0:3-Auswärtsniederlage als auch der 3:0-Heimsieg jeweils in „Schwächephasen des Gegners“ stattfanden, wie der Coach betont. Hinzu komme, dass der Vorrundenvierte inzwischen mit Jennifer Nogueras eine andere Zuspielerin habe. „Das ändert dann die Spielweise schon erheblich, deshalb kann man die Partie zuvor nicht wirklich bewerten“, so Waibl, der sich in dieser Woche mit seinen Schützlingen akribisch vorbereitet hat. Nach den anstrengenden Wochen und den beiden schweren Viertelfinalspielen gegen Aachen konnten die Spielerinnen endlich zwei freie Tage genießen und die Akkus wieder aufladen. „Das hat jede von uns wirklich gebraucht“, bestätigt Nationalspielerin Jennifer Janiska, die in ihrer Karriere schon viele solcher Meisterschaftsserien erlebt hat. „Ich habe auch schon zwei- oder dreimal Halbfinalserie gegen Potsdam gespielt und immer gewonnen“, erinnert sich die 26-Jährige lachend. Auch wenn dies vielleicht als gutes Omen gewertet werden kann, macht sie unmissverständlich klar: „Wir nehmen Potsdam total ernst. Sie haben zuletzt auch zweimal gegen Stuttgart gewonnen. Und ich denke, sie werden zu Hause loslegen wie die Feuerwehr. Da müssen wir dagegenhalten, Druck mit den Aufgaben machen und vor allem gut Block-Abwehr spielen.“ Es hänge von ihrem Team selbst ab, ob gleich die erste Chance genutzt und mit einem Sieg eine gute Ausgangsbasis für das Erreichen des Finales geschaffen wird, wie Janiska überzeugt ist.

Alexander Waibl erwartet ebenfalls einen engen Kampf und eine sehr harte Serie. „Potsdam hat sehr viel Kraft und Höhe, sie sind stark in der Block- und Feldabwehr. Da müssen wir geduldig bleiben“, so der Coach, der mit der Trainingswoche sehr zufrieden war. „Man hat gemerkt, dass die freien Tage allen gutgetan haben und wieder Energie tanken konnten. Qualität und Power waren sehr gut“, lobt der 53-Jährige seine Mannschaft, mit der er sich bereits am Freitag auf den Weg nach Potsdam machte.

Dass im Halbfinale jetzt das Challenge-System zum Einsatz kommt, findet der DSC-Trainer gut: „Das erleichtert den Schiedsrichtern das Arbeiten und nimmt auch sonst etwas Stress raus. Man muss sich nur darauf einstellen, dass die technischen Auszeiten damit wegfallen“, wie er erläutert. Zweimal pro Satz darf er als Trainer den Videobeweis fordern. Liegt er richtig, bleibt ihm die Anzahl erhalten. Wenn er falsch liegt, reduziert sich die Anzahl der möglichen Einsprüche.

Das Match kann ab 19:00 Uhr im Livestream verfolgt werden. Updates zum Spiel erhalten alle DSC Fans auch über die DSC Volleyball App. Diese kann im Google PlayStore und im Apple Store heruntergeladen werden.