Dresden, 21.März 2026 – Es war das erwartet harte Stück Arbeit, doch die DSCVOLLEYS haben drei Tage nach dem harten Fünf-Satz-Spiel in Chieri ihre Qualitäten in die Waagschale geworfen und einen erfolgreichen Auftakt in die Playoffs gefeiert. Trotz müder Beine ließen die Schützlinge von Alexander Waibl im ersten Viertelfinalspiel gegen den USC Münster nichts anbrennen, setzten sich in einem hart umkämpften Spiel am Ende deutlich mit 3:0 (28:26, 25:22,25:19) durch. Damit stehen die Dresdnerinnen mit einem Bein im Halbfinale, können schon am Mittwoch in Münster den Einzug in die Runde der besten Vier perfekt machen. Sollte Münster jedoch in der Best-of-three-Serie ausgleichen, würde die Entscheidung am kommenden Sonnabend wieder in der Margon Arena fallen.
„Es war wie erwartet nicht leicht. Münster hat gezeigt, dass sie einen guten Plan und nichts zu verlieren haben. Der Sieg ist extrem wichtig. Ich denke, am Ende waren wir etwas besser im Block, machen weniger Fehler im Angriff und haben dann mit Marta Levinska eine Diagonalangreiferin, die die wichtigen Bälle macht. Am Mittwoch in Münster müssen wir aber noch ein Stück zulegen“, erklärte Chefcoach Alexander Waibl.
Mit der goldenen MVP-Medaille wurde Marta Levinska ausgezeichnet, Silber ging an USC-Mittelblockerin Diane Seybering.
Als erfolgreichste DSC-Scorerin erwies sich auch diesmal Marta Levinska mit 19 Punkten, Lorena Lorber Fijok brachte es auf Zähler.
Alexander Waibl startete mit dieser Formation in die Partie: Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Jette Kuipers und Lorena Lorber Fijok, Mette Pfeffer und Amanda Siksna in der Mitte sowie Patricia Nestler auf der Liberoposition.
Die Gäste aus Münster zeigten sich taktisch gut vorbereitet, agierten aus stabiler Annahme variabel im Angriff und spielten mutig auf. So entwickelte sich ein enger Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zwar konnten sich die DSC-Mädels anfangs immer wieder mit zwei Punkten einen kleinen Vorsprung erarbeiten, doch der Vorrundenfünfte aus Münster ließ sich nicht abschütteln. Dennoch bat Gäste-Coach Matthias Pack beim 10:12 aus Sicht seiner Mannschaft zur Auszeit. In der Folgezeit kämpfte sich sein Team wieder heran, ging mit 16:15 dann in Führung und zwang auch Alexander Waibl zu einer Auszeit. Doch der USC blieb auch dank der Aufgaben von Amelie Strothoff weiter am Drücker und als sich Lena Schultze dann gegen den DSC-Block durchsetzte, war der Rückstand der Waibl-Schützlinge auf vier Punkte (16:20) angewachsen. Erneut bat Alexander Waibl sein Team an die Seitenlinie, versuchte zudem mit dem Doppelwechsel – Larissa Winter und Rosa Entius kamen aufs Feld – frische Impulse zu setzen. Das funktionierte perfekt, denn Rosa Entius gelang anschließend gleich der Punkt zum 17:20. Wenig später wechselte der DSC-Coach zurück. Und in der Crunchtime blieb es ein wahrer Krimi. Als Mette Pfeffer nach einem riesigen Ballwechsel mit spektakulären Abwehraktionen am Netz hellwach war und den Ball ins gegnerische Feld zurückstopfte, war der 21:22-Anschluss geschafft. Auch der nächste lange Ballwechsel ging am Ende an den DSC. Als anschließend Marta Levinska den Angriffsball der Ex-Dresdnerin Elena Kömmling mit einem Monsterblock abwehrte, stand die Halle Kopf. Und die Dresdner Diagonalangreiferin holte dann auch den ersten Satzball für die Gastgeberinnen heraus. Doch der USC stemmte sich mit aller Macht gegen den Satzverlust, wehrte drei Satzbälle der DSC-Damen ab, aber dann legte Jette Kuipers beim vierten Versuch den Ball knapp hinter dem gegnerischen Block auf die Linie und sorgte damit für den erfolgreichen Schlusspunkt.
Der enge Schlagabtausch setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Zwar legte der DSC mit einem 3:0-Lauf zum 10:8 vor, doch Münster blieb die Antwort nicht schuldig. Auch durch die Aufschläge von Seybering drehten die Gäste nun ihrerseits mit drei Punkten in Folge den Spieß um. Bis in die Crunchtime blieb jeder Ballwechsel hart umkämpft. Aber als es ernst wurde, konnten die Dresdnerinnen erneut eine Schuppe drauflagen, behielten zudem die Nerven. Wieder war es Jette Kuipers, die den zweiten Satzball verwandelte.
Im dritten Abschnitt konnten sich die DSC-Mädels schon früher absetzen. Sie zogen ihr Spiel aus stabiler Annahme durch, zeigten sich im Angriff und auch der Blockabwehr den Unabhängigen deutlicher überlegen und verschafften sich damit einen komfortablen 16:9-Vorsprung. Als Lorena Lorber Fijok mit einem Ass der Punkt zum 18:10 gelang, schien das Spiel gelaufen zu sein. Aber Münster gab noch längst nicht auf. Mit einer Aufschlagserie von Elena Kömmling bissen sich die Gäste wenig später mit sieben Punkten in Serie auf 18:19 heran. Alexander Waibl zog wieder den Doppelwechsel – und hatte damit ein glückliches Händchen, denn Rosa Entius sorgte mit dem 20. Punkt für das Ende der gegnerischen Serie. Das war noch einmal die Initialzündung für die Dresdnerinnen, die in der Schlussphase wieder ihre Qualitäten und ihre Erfahrung in die Waagschale warfen und nach 78 Minuten war es einmal mehr Marta Levinska, die unter dem Jubel der Fans den ersten Matchball verwandelte.
Anschließend nahmen die DSCVOLLEYS aus den Händen von Vorstandschef Hubert Körner noch die nachträgliche Ehrung als „Mannschaft des Jahres 2025“ von Dresden entgegen.
In der zweiten Satzpause überreichte zudem Jan Klemmer von der Ostsächsischen Sparkasse, die seit vielen Jahren einer der wichtigsten Partner der DSCVOLLEYS ist, einen Scheck über 5000 Euro für den DSC-Nachwuchs. VCO-Geschäftsführerin Christiane Fürst nahm den Scheck mit großem Dankeschön entgegen.