Im Schnelldurchgang von 58 Minuten haben die DSCVOLLEYs ihre erste Bundesliga-Aufgabe des neuen Jahres erledigt. Der deutsche Vizemeister setzte sich vor 1367 Zuschauern beim VC Wiesbaden in überzeugender Manier mit 3:0 (25:15, 25:15, 25:17) durch und feierte damit im zwölften Spiel den zehnten Sieg. Nun wartet am Sonnabend in der heimischen Margon Arena das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart.
Alexander Waibl zeigte sich nach dem souveränen Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Natürlich war es anfangs etwas hektisch, weil Wiesbaden anders startete, als wir es vorbereitet hatten. Da mussten wir einiges anpassen. Dann aber hatten wir von Beginn an hohen Standard in unserem Spiel. Wir haben eine super stabile Annahme gespielt und Block-Abwehr mit sehr viel Disziplin. Es war eine sehr saubere Leistung von uns, wir haben in allen Elementen stark gespielt und es freut mich, dass Lorena wieder auf ihrem Top-Niveau angekommen ist. Da können wir variieren, haben jetzt mehr Tiefe im Kader.“
Mit der goldenen MVP-Medaille wurde Miku Akimoto ausgezeichnet, die mit 15 Punkten zugleich erfolgreichste DSC-Scorerin war. Silber ging an die Wiesbadenerin Cayetana Lopez Rey.
Für die DSCVOLLEYs punkteten zudem Marta Levinska, Lorena Lorber Fijok (je 14) und Mette Pfeffer (10) zweistellig.
Alexander Waibl startete ins erste Bundesliga-Spiel des neuen Jahres mit dieser Formation: Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Lorena Lorber Fijok und Miku Akimoto in Außenangriff, Mette Pfeffer und Amanda Siksna in der Mitte und Patricia Nestler auf der Liberoposition.
Die DSC-Damen starteten mit dem ersten Angriffspunkt von Miku Akimoto. Allerdings mussten sich die Gäste kurz orientieren, wer auf der Gegenseite am Netz steht, denn die Gastgeberinnen überraschten mit ihrer Aufstellung. Sie ließen einige Stammkräfte auf der Bank, starteten sowohl im Zuspiel als auch auf Diagonal mit Spielerinnen der zweiten Reihe. Doch die Waibl-Schützlinge bekamen die Umstellung schnell hin und nach drei Punkten von Miku Akimoto – davon zwei Asse – führten die Dresdnerinnen mit 7:3. VCW-Coach Tigin Yağlioğlu nahm seine erste Auszeit. Doch das brachte nicht viel. Lorena Lorber Fijok hämmerte das Spielgerät anschließend mit Wucht auf den Boden zum 8:3 und auch gegen die Schnellangriffe von Mette Pfeffer war kein Kraut gewachsen. Auch in der Block- und Feldabwehr zeigten sich die Elbestädterinnen hellwach und bauten den Vorsprung 17:11 aus, was den VCW-Coach zur zweiten Auszeit veranlasste. Inzwischen hatte er auch per Doppelwechsel seine Top-Spielerinnen aufs Feld gebracht, doch die DSCVOLLEYs beeindruckte das nicht. Mit einem Block sicherten sie sich gleich mit dem ersten Versuch diesen Satz.
Das gleiche Bild bot sich im zweiten Durchgang. Wieder bat Tigin Yağlioğlu seine Damen beim Stand von 3:7 zur Auszeit. Doch auch dieses Mal konnte er den Spielverlauf nicht verändern. Die Gäste aus Sachsen zogen konzentriert und dominant ihr Spiel durch, waren den Hessinnen in allen Belangen überlegen. Und erneut beendeten die DSC-Damen mit einer Blockaktion diesen Satz.
Auch im dritten Abschnitt diktierte das Waibl-Team das Geschehen auf dem Feld. Obwohl den DSC-Mädels der eine oder andere kleine Fehler unterlief, setzten sie sich dennoch auf 13:8 ab. Als dann Wiesbaden auf zwei Punkte herankam, nahm Alexander Waibl seine erste Auszeit in dieser Partie. Seine Worte wirkten und so verschafften sich seine Schützlinge wieder einen klaren 17:13-Vorsprung. Nach nicht einmal einer Stunde war es Miku Akimoto, die nach längerem Ballwechsel den ersten Matchball zum Sieg verwandelte. Am Ende brachten es die DSCVOLLEYs auf eine Angriffsquote von 60 Prozent und waren damit dem Gegner Wiesbaden (35 Prozent) mehr als deutlich überlegen.