Nach gutem Start hat es am Ende doch nicht zu Zählbarem gereicht. Die DSCVOLLEYs mussten sich im dritten Gruppenspiel der Champions League beim Favoriten Ankara Zeren Spor Kulübü mit 0:3 (24:26, 18:25, 16:25) geschlagen geben. Doch vor allem im ersten Satz bot der deutsche Vizemeister eine starke Leistung und kann für das Rückspiel in der heimischen Arena viele wichtige Erkenntnisse mitnehmen.

Lorena Lorber Fijok sagte anschließend: „Wir wussten, was uns hier erwartet. Viel Höhe und physische Power. Im ersten Satz haben wir gut gekämpft. Unsere Qualität, Energie und Mentalität sind dann ein bisschen abgefallen, aber wir hatten gute Momente, aus den müssen wir lernen und daran wachsen.“
Alexander Waibl startete mit dieser Formation ins Spiel: Emma Grome im Zuspiel, Marta Levinska auf Diagonal, Lorena Lorber Fijok und Jette Kuipers auf Annahme-Außen, Mette Pfeffer und Florentine Rosemann auf der Mitte und Patricia Nestler auf der Liberoposition.

Die DSCVOLLEYs starteten sehr konzentriert. Marta Levinska gelang gleich der erste Punkt im Spiel und nach dem Ausgleich durch Aleksandra Uzelac war auch Mette Pfeffer mit ihrem Schnellangriff erfolgreich. In der Folgezeit lieferten sich beide Teams einen spannenden Kampf auf Augenhöhe. Die Waibl-Schützlinge schlugen sehr druckvoll auf, konnten aus stabiler Annahme variabel angreifen, der Block packte mehrfach gut zu und Patricia Nestler organisierte sehr umsichtig die Feldabwehr. Als sich der Favorit dann doch einen ersten Zwei-Punkte-Vorsprung (10:8) erarbeitete, bat Alexander Waibl sein Team zur ersten Auszeit. Seine Worte halfen, sofort kämpfte sich sein Team wieder heran. Danach lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch mit einigen spektakulären Ballwechseln. Vor allem in Block- und Feldabwehr zeigten sich die DSC-Damen mindestens ebenbürtig, vielleicht sogar einen Tick besser. Nachdem Mette Pfeffer mit einem Monsterblock den Angriff von Saliha Sahin gestoppt hatte und die Dresdnerinnen damit mit 17:16 in Führung gingen, hatte auch der Trainer von Ankara Gesprächsbedarf und nahm seinerseits eine Auszeit. Dennoch ließen sich die Gäste nicht abschütteln, sondern mit zwei Punkten durch Mette Pfeffer und Jette Kuipers ging der DSC mit 21:19 in Führung. Beim 23:21 aus Sicht der Elbestädterinnen nahm der Trainer des Gegners seine nächste Auszeit. Aber die Waibl-Schützlinge holten auch dank eines Angriff-Fehlers von Diagonalangreiferin Anna Lazareva, die sich am Ende mit 18 Punkten als erfolgreichste Scorerin erwies, beim 24:22 den ersten Satzball. Doch die Gäste konnten zwei Chancen nicht nutzen, während anschließend Lazareva mit zwei Punkten in Folge doch noch den Satzgewinn für Ankara sicherte.

Auch im zweiten Durchgang hielten die DSCVOLLEYs das Geschehen bis zum 10:11 offen. Dann aber zog Ankara dank einer Aufschlagserie von Beyza Arici und durch einige leichte Angriffsfehler der Gäste auf 16:10 davon. Diesen Vorsprung ließ sich der Favorit bis zum Schluss nicht mehr nehmen. Alexander Waibl hatte zwischenzeitlich Miku Akimoto für Jette Kuipers und kurzzeitig Larissa Winter im Zuspiel eingewechselt.

Im dritten Abschnitt versuchten die DSC-Mädels alles, doch nach dem 6:6 drehte Ankara auch dank der Aufgaben von Aleksandra Uzelac mehr und mehr auf und verschaffte sich eine 10:6-Führung. Alexander Waibl nahm eine Auszeit, versuchte es auch mit dem Doppelwechsel, doch die türkische Mannschaft ließ sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Vor allem im Angriff ließ der DSC einige Chancen liegen und so konnte der Favorit nach 75 Minuten den zweiten Matchball zum Sieg nutzen.