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Sie ist eines der Gesichter für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Elbflorenz: Larissa Winter. Die 1,80 m große Zuspielerin, die ihre Wurzeln beim VC Olympia Dresden hat, gehört seit 2023 fest zum Profikader des Dresdner SC. Schon zuvor durfte sie als junge Athletin Erstliga-Luft schnuppern und beweisen, dass sie das Spiel mit kühlem Kopf lenken kann. Heute ist die gebürtige Merseburgerin fester Bestandteil des Teams und meistert den Spagat zwischen dem harten Profialltag in der Margon Arena und ihrem Fernstudium.

Sie kam in der Saison 2022/23 als Nachwuchstalent des VC Olympia Dresden ins Bundesliga-Rampenlicht – als Einspringerin in einer Notsituation, als Stammzuspielerin Sarah Straube verletzt ausfiel. Was folgte, war kein kurzes Gastspiel, sondern der Beginn einer echten Profikarriere. Seit der Saison 2023/24 trägt Larissa Winter fest die #2 auf dem Trikot des Dresdner SC, hat ihren Vertrag inzwischen mehrfach verlängert und ist auch im Kader der deutschen U23-Nationalmannschaft eine feste Größe.

Wer Larissa Winter fragt, was ihr am DSC-Team am meisten bedeutet, bekommt keine Antwort über Taktik oder Technik – sondern eine über Haltung. „Am meisten schätze ich unser gemeinschaftliches Denken“, sagt die gebürtige Merseburgerin. „Jede nimmt auf die andere Rücksicht und akzeptiert ihre Rolle im Team. Wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, um unsere Ziele zu erreichen.“ Klingt simpel, ist es im Hochleistungssport aber alles andere als das.

Zur Teamkultur gehört für Larissa untrennbar auch die Kommunikation auf dem Feld – gerade in den lauten, aufgeheizten Momenten, die ein Bundesligaspiel so mit sich bringt. „Kommunikation ist mitunter das Wichtigste in jeder Teamsportart“, sagt sie. „Die Kommunikation sollte offen, ehrlich und direkt sein, ohne dass jemand persönlich angegriffen wird. Das ist in einigen Situationen durchaus schwierig, aber es finden sich immer Mittel und Wege, miteinander zu kommunizieren.“ Eine Einstellung, die man ihr auf dem Feld anmerkt: Cheftrainer Alexander Waibl beschrieb sie beim DSC als Spielerin „mit starker Persönlichkeit“.

Dass Larissa den Volleyball genau kennt und auch gerne mal weiter denkt, zeigt ihr Antwort auf die Frage nach einer möglichen Regeländerung. Ihr Wunsch: „Dass der Libero auch vor der 3-Meterlinie im oberen Zuspiel den Ball zuspielen darf.“ Die Begründung dahinter ist taktisch klug: „Ich denke, das könnte das Spiel etwas interessanter machen, da dann auch schnelle Spielzüge mit dem Libero als Zuspiel gespielt werden könnten.“ Für jemanden, der selbst Zuspielerin ist und ständig über Spielzüge nachdenkt, keine ganz überraschende Idee – aber eine, die zeigt, wie tief Larissa das Spiel durchdenkt.

Den Weg dorthin kennt sie gut – und er war alles andere als gemütlich. Auf die Frage, wie ihr Alltag früher als Jugendspielerin aussah, antwortet sie mit einer nüchternen Aufzählung, die einem schon beim Lesen müde macht: „7:30 Uhr Frühtraining, danach bis ungefähr 15:00 Uhr Schule und dann von 16:00–18:00 Uhr noch einmal Training und am Abend dann noch Hausaufgaben, Lernen etc.“ Das Profileben beim DSC klingt dagegen fast wie Urlaub – ist es aber natürlich nicht. Der Unterschied liegt eher in der Flexibilität: „Jetzt als Profisportlerin habe ich zwischen den Trainingseinheiten Zeit, um zu regenerieren. Durch mein Fernstudium bin ich, was Lernen etc. angeht, deutlich flexibler und kann meine Pausen gut regulieren.“

Und wenn der Ball dann doch mal ruht? Dann greift Larissa Winter zu Nadel, Stift oder Buch. Häkeln, Stricken, Zeichnen, Lesen – das sind ihre Auszeiten vom Leistungssport. Passend zu einer Spielerin, die auf dem Feld feine Pässe legt und offenbar auch in der Freizeit gerne etwas mit den Händen erschafft. Kreativität, Konzentration, Geduld – Eigenschaften, die sowohl beim Häkeln als auch beim Zuspiel nicht schaden.

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Aus Sicht der Zuspielerin

Zuspielerinnen werden oft als „Regisseure“ auf dem Feld bezeichnet. Wie triffst du in Sekundenbruchteilen die Entscheidung, wohin der Ball geht?

Vor den Spielen machen wir eine Videoanalyse mit Alex in der wir besprechen, welche Spielzüge wir spielen wollen und auch in welchen Situationen wir was unternehmen können, um beispielsweise aus brenzligen Situationen herauszukommen. Im Spiel selbst ist es dann oft eine Mischung aus dem Plan, den wir uns vorher gemacht haben, und eigener Intuition.

Wie baust du Vertrauen zu deinen Angreiferinnen auf, besonders wenn eine neue Spielerin ins Team kommt?

Durch viele Wiederholungen im Training.

Was ist die größte Herausforderung, wenn das Spiel nicht nach Plan läuft – und wie reagierst du darauf?

Einen kühlen Kopf zu bewahren und die Situation richtig einzuschätzen. Ich versuche, mich schnell an die Situation anzupassen und den eigenen Plan auch umzu­strukturieren.

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