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In der Margon Arena sorgt sie für die taktischen Finessen und behält auch in hitzigen Ballwechseln den Überblick. Emma Grome, die US-amerikanische Zuspielerin des Dresdner SC, ist nicht nur eine Strategin auf dem Feld, sondern auch eine Persönlichkeit, die Teamgeist und Neugier vereint. Wir haben mit ihr über Gänsehautmomente, die Kunst der Kommunikation und Dresden gesprochen.

Bevor Emma Grome den Weg an die Elbe fand, hinterließ sie beeindruckende Spuren im US-College-Volleyball. An der University of Kentucky entwickelte sie sich zu einer der herausragenden Zuspielerinnen der NCAA und wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. als SEC Setter of the Year). Beim DSC ist sie, um weiterzulernen und um das Angriffsspiel der DSCVOLLEYs zu dirigieren.

Dass Emma den sportlichen Wettkampf liebt, zeigt sich in ihren Erinnerungen an die USA. Besonders die prestigeträchtigen Siege gegen Rivalen sind ihr im Gedächtnis geblieben: „Zu Beginn meiner NCAA-Karriere haben wir in der Conference zwei Spiele hintereinander gegen dieselben Teams gespielt. Es ist echt motivierend, ein richtig gutes Team zweimal hintereinander zu schlagen“, so Grome über die intensiven NCAA-Duelle. Besonders die Rolle der Zuspielerin reizt sie dabei: „Das andere Team versucht dich davon abzuhalten, das zu machen, was am Tag davor so gut gelaufen ist. Man muss kreativ bleiben, ein paar neue Tricks einbauen, damit der Angriff frisch bleibt. Mein Lieblingsmoment, als so was passiert ist, war im College, als wir unser Rivalenteam an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschlagen haben, um die Conference-Meisterschaft zu gewinnen.“

Für Emma ist Volleyball weit mehr als reine Technik; es ist eine Frage der Einstellung. Wenn man sie fragt, was sie an ihren Mitspielerinnen am meisten schätzt, fällt die Antwort klar aus: Einsatz. „Ich denke, Einsatz spielt eine große Rolle für die Chemie und den Zusammenhalt im Team, weil man sich bewusst dafür entscheiden muss, sich anzustrengen oder nicht. Wenn man sieht, dass jemand vollen Einsatz zeigt, verdient das nicht nur Respekt, sondern wirkt auch ansteckend“, erklärt sie. Dieser Funke sei entscheidend für die Chemie im Team und auch ein großer Motivationsfaktor.

Damit das Zusammenspiel auf dem Feld funktioniert, muss vor allem die Kommunikation stimmen – eine Herausforderung, die besonders dann wächst, wenn der Lärmpegel in den Hallen steigt und die Anspannung zunimmt. Emma hat über die Jahre gelernt, wie man trotz dieses Drucks eine klare Linie behält. Ihr „Geheimnis“ ist dabei weniger ein technischer Kniff als vielmehr ein tiefes Verständnis für ihr Team. „Ich kann mich auf dem Spielfeld voll konzentrieren, kenne das Ziel unseres Teams und habe gelernt, nach dem Punkt schnell zu einer Spielerin zu gehen, um Feedback zu bekommen oder zu geben. Es ist wichtig zu wissen, wie deine Teamkolleginnen in verschiedenen Situationen oder auf unterschiedliche Arten von Feedback reagieren.“

Dieses empathische Führungsverständnis prägt ihren gesamten Spielstil. Ihr Ziel ist dabei konsequent uneigennützig: Sie sieht sich als Wegbereiterin, die im Hintergrund die Fäden zieht. Es bereitet ihr die größte Freude, ihre Angreiferinnen auf dem Feld „glänzen zu sehen“. Für Emma ist ein Punktgewinn dann am schönsten, wenn sie weiß, dass sie ihrer Mitspielerin den perfekten Weg dafür geebnet hat.

Abseits des Feldes genießt Emma ihr Leben in Sachsen. Wer sie in ihrer Freizeit trifft, sieht sie oft beim Erkunden der Dresdner Innenstadt oder in neuen Restaurants. Besonders die Weihnachtsmarktkultur hat es der US-Amerikanerin angetan. Wenn sie in den eigenen vier Wänden abschaltet, wird es kreativ: Bastelarbeiten und Spielstunden mit ihrer Katze Domino bilden den perfekten Kontrast zum stressigen Profialltag.

Und wenn der Hunger nach einem anstrengenden Training groß ist? Dann setzt Emma auf einen Klassiker: Steak mit Kartoffeln und Brokkoli ist ihr liebstes „Verwöhngericht“.

Wusstet ihr schon? Emma hat im College ein eher ruhigeres Hobby für sich entdeckt: das Golfspielen! Auch wenn die Zeit für den Rasen als Profi-Volleyballerin knapp ist, brennt sie darauf, ihr Handicap in Zukunft noch zu verbessern.

Egal ob mit dem Volleyball oder dem Golfschläger in der Hand – Emma Grome überzeugt durch ihren Fokus und ihren sympathischen Teamgeist.

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Aus Sicht der Zuspielerin

Zuspielerinnen werden oft als „Regisseure“ auf dem Feld bezeichnet. Wie triffst du in Sekundenbruchteilen die Entscheidung, wohin der Ball geht?

Das Zuspiel ist ähnlich, wie das Regieführen oder wenn du die Trainerin bist, nur auf dem Spielfeld. Ich achte auf die Block-Strategien und die Verteidigungsmuster, die ich sehe. Ich habe für jeden Punkt einen Plan, muss aber sehen, was der Pass hergibt, und dann entscheiden, welche Angreiferin am besten in Position ist, um zu punkten. Natürlich muss ich auch darauf achten, wer gerade in Topform ist, aber ich darf sie nicht so überlasten, dass die Verteidigung sich gegen sie aufstellen kann.

Wie baust du Vertrauen zu deinen Angreiferinnen auf, besonders wenn eine neue Spielerin ins Team kommt?

Kommunikation ist in der Beziehung zwischen Zuspielerin und Angreiferin echt wichtig. Ich mag es, so oft wie möglich mit meinen Angreiferinnen zu trainieren, vor allem, wenn sie neu für mich sind, damit ich ein Gefühl für ihre Vorlieben bekomme. Ich muss ihnen zeigen, dass ich verstehe, wenn ein Zuspiel nicht perfekt war, und ich muss ihnen auch sagen, wenn ich sehe, dass sie zu früh oder zu spät am Ball sind. Es geht darum, unsere Verbindung ständig zu optimieren und sicherzustellen, dass wir auf derselben Wellenlänge sind.

Was ist die größte Herausforderung, wenn das Spiel nicht nach Plan läuft – und wie reagierst du darauf?

Wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant, versuche ich, ruhig und konzentriert zu bleiben, damit ich den Rhythmus meines Teams aufrechterhalten kann, während ich gleichzeitig darauf achte, wie das andere Team reagiert. Ich frage auch gerne die Trainer um Feedback, um zu sehen, ob sie von ihrer Position außerhalb des Spielfelds aus eine andere Sichtweise haben. Ansonsten geht es einfach darum, kreativ zu sein und das, was wir gut machen, noch zu verbessern.

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