Dresden, 13. August 2026 – Die Weiterentwicklung des Volleyballstandortes Dresden zum Talent-Cluster für die zukünftige Eliteausbildung im deutschen Frauenvolleyball nimmt konkrete Formen an. Der Deutsche Volleyball-Verband hat die ersten wesentlichen personellen Entscheidungen getroffen: Andreas Renneberg, bislang Bundesstützpunkttrainer in Dresden, übernimmt künftig die Funktion des Junioren-Bundestrainers. Zugleich wird der Italiener Matteo Ingratta neuer Jugend-Bundestrainer und seine Tätigkeit ebenfalls am Standort Dresden aufnehmen.

Damit werden wenige Monate nach der Grundsatzentscheidung zur Neustrukturierung der Nachwuchsförderung die ersten sichtbaren Bausteine der zukünftigen Dresdner Struktur gesetzt. Für den VC Olympia Dresden ist dies ein wichtiger Moment: Aus der gemeinsamen Vision beginnt Schritt für Schritt Realität zu werden. Kontinuität trifft auf neue internationale Impulse.

Mit Andreas Renneberg setzt der DVV bewusst auf Kontinuität. Der bisherige Bundesstützpunkttrainer kennt die Dresdner Strukturen, die Athletinnen und die Besonderheiten des Ausbildungsmodells seit vielen Jahren und hat dessen Entwicklung maßgeblich mitgeprägt.

Gleichzeitig soll Matteo Ingratta neue Perspektiven nach Dresden bringen. Der italienische Trainer folgt auf Justin Wolff und soll mit seiner internationalen Erfahrung zusätzliche Impulse in der Nachwuchsausbildung setzen. Der DVV beschreibt die zukünftige Dresdner Trainerstruktur ausdrücklich als Verbindung von Kontinuität und neuen Impulsen.

Michael Warm, Chef-Bundestrainer Nachwuchs des DVV, bringt die Zielrichtung auf den Punkt: „Mit Blick auf die zukünftige Rolle Dresdens als Talent-Cluster wollen wir den Standort frühzeitig personell stärken.“ Für den Standort ist genau diese Verbindung von gewachsener Kompetenz und neuen internationalen Erfahrungen ein entscheidender Baustein der nächsten Entwicklungsphase.

Thomas Kettmann: „Jetzt beginnt die Umsetzung unserer gemeinsamen Vision“

„Die Entscheidung des DVV im Frühjahr war für uns eine große Anerkennung der Arbeit der vergangenen Jahre – aber wir haben sie von Beginn an vor allem als Auftrag verstanden“, erklärt
Thomas Kettmann, Vorstandsvorsitzender des VC Olympia Dresden.

„Mit Andreas Renneberg und Matteo Ingratta sehen wir nun die ersten konkreten Schritte in der Umsetzung. Unsere Vision bekommt Struktur, Personal und damit zunehmend Leben. Wir wollen in Dresden Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich die besten deutschen Nachwuchstalente auf internationales Spitzenniveau entwickeln können.“ Dabei sei entscheidend, Bewährtes nicht aufzugeben: „Der Standort Dresden wurde nicht trotz seiner gewachsenen Strukturen ausgewählt, sondern wegen dieser Strukturen. Unser Erfolgsmodell basiert auf einer engen Verzahnung von Nachwuchsförderung, Bundesstützpunkt, Schule, Internat, Olympiastützpunkt und dem Übergang in den Profisport. Diese Stärke wollen wir bewahren und gleichzeitig gezielt um neue Kompetenz und internationale Impulse ergänzen.“

Christiane Fürst: „Jetzt müssen wir die Strukturen mit Leben füllen“

Für Christiane Fürst, Geschäftsführerin des VC Olympia Dresden und Leiterin des Bundesstützpunktes, beginnt mit den Personalentscheidungen die nächste Phase: „Die Entscheidung für die zukünftige Rolle Dresdens hat uns eine große Perspektive eröffnet. Jetzt geht es darum, diese Perspektive Schritt für Schritt mit Leben zu füllen. Mit Andreas und Matteo bekommen wir zwei Trainer mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen am Standort. Unsere Aufgabe wird es sein, diese Qualität optimal in die bestehenden Strukturen einzubinden und daraus für jede einzelne Athletin die bestmögliche Entwicklungsumgebung zu schaffen.“

Der Dresdner Weg bleibt das Fundament

Die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Saison zeigen die Leistungsfähigkeit dieses Systems: Die U18 und U20 wurden Deutscher Meister, zahlreiche Dresdner Spielerinnen gehören den deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften an und der VC Olympia Dresden hat sich mit seinem jungen Team erfolgreich in der 2. Bundesliga Pro etabliert. Entscheidend ist dabei seit vielen Jahren die Durchlässigkeit innerhalb der Dresdner Struktur: Vom Talentstützpunkt über Schule, Internat und Bundesstützpunkt bis hin zum Spitzenvolleyball existiert ein klarer Entwicklungsweg. Dieser „Dresdner Weg“ soll auch im zukünftigen Talent-Cluster ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleiben.

Ein Erfolg des gesamten Standortes

Die Entwicklung Dresdens zum Talent-Cluster ist aus Sicht des VC Olympia kein Projekt eines einzelnen Vereins oder einer einzelnen Institution. Sie ist das Ergebnis eines über Jahre gewachsenen
Schulterschlusses. Der Deutsche Volleyball-Verband, der Freistaat Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden, der Olympiastützpunkt Sachsen, der Sächsische Sportverband Volleyball, die Eliteschule des Sports, der Dresdner SC und der VC Olympia Dresden arbeiten gemeinsam daran, die Rahmenbedingungen der Eliteausbildung weiter zu verbessern. Hinzu kommen zahlreiche Unternehmen, Sponsoren, Förderer und ehrenamtliche Unterstützer, deren Engagement den Nachwuchsleistungssport in Dresden überhaupt erst in dieser Qualität ermöglicht.

„Gerade jetzt ist es mir wichtig, unseren Partnern ausdrücklich Danke zu sagen“, betont Kettmann. „Die positive Entscheidung für Dresden ist auch ihr Erfolg. Viele Menschen haben über Jahre investiert – finanziell, organisatorisch, politisch und vor allem mit persönlicher Überzeugung. Ohne diese gemeinsame Haltung gäbe es die heutige Perspektive nicht.“

Der Anspruch steigt

Mit der neuen Rolle steigen gleichzeitig die Erwartungen an den Standort.Der DVV verfolgt das Ziel, die in Dresden trainierenden Athletinnen optimal zu begleiten und den Standort Schritt für Schritt auf seine zukünftigen Anforderungen als Talent-Cluster vorzubereiten. Für den VC Olympia Dresden bedeutet das: bestehende Strukturen überprüfen, Trainings- und Betreuungsqualität weiterentwickeln, zusätzliches Personal integrieren und die Zusammenarbeit zwischen allen Partnern noch enger gestalten.

„Wir wissen sehr genau, dass wir jetzt nicht am Ziel sind“, sagt Kettmann. „Im Gegenteil: Die eigentliche Arbeit beginnt erst. Wir dürfen stolz auf das Erreichte sein, müssen aber gleichzeitig mit großer Demut an die nächsten Aufgaben gehen.“

Die langfristige Vision: internationale Medaillen

Das Ziel der Entwicklung reicht dabei weit über den Standort Dresden hinaus. Dresden soll künftig einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, eine Generation von Spielerinnen auszubilden, die den deutschen Frauenvolleyball wieder dauerhaft an die internationale Spitze heranführt.

Kettmann: „Wenn wir über Eliteausbildung sprechen, müssen wir auch den Mut haben, das langfristige Ziel klar zu benennen. Wir wollen Athletinnen entwickeln, die eines Tages für Deutschland bei uropameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen um Medaillen kämpfen können. Das ist die Vision, die uns antreibt.“

Mit Andreas Renneberg und Matteo Ingratta werden dafür nun die ersten zentralen personellen Bausteine gesetzt.

Die Vision ist formuliert.
Die Strukturen entstehen.
Jetzt beginnt die Umsetzung.