Auch wenn es um nichts mehr ging, boten die DSC Volleyball Damen beim letzten Auftritt in der Champions League noch einmal eine starke Teamleistung. Vor 850 Zuschauern bezwangen sie im abschließenden Gruppenspiel den ukrainischen Vertreter SC Prometey Dnipro nach großem Kampf mit 3:1 (25:22, 25:27, 25:23, 25:19) und verabschiedeten sich mit dem dritten Sieg aus der europäischen Königsklasse.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen physisch starken Gegner. Im Endeffekt haben wir uns in den entscheidenden Phasen als wettkampfhärter erwiesen und haben sie mit unseren Aufgaben stark unter Druck gesetzt. Ich bin sehr zufrieden, wenn man bedenkt, wie viel Erfahrung auf der anderen Seite des Netzes auf dem Feld stand. Wir waren am Ende kompakter als Mannschaft. Es war auch noch einmal eine tolle Atmosphäre in der Halle“, erklärte Alexander Waibl nach dem Spiel. Bitterer Wermutstropfen war allerdings die Verletzung von Monique Strubbe im dritten Satz.

Als MVP dieser Partie wurde Jennifer Janiska geehrt. Die DSC-Nationalspielerin war mit 19 Punkten auch die beste Scorerin. Zweistellig punktete auch Linda Bock (13) und Maja Storck (12).

Alexander Waibl schickte auch diesmal seine bekannte Startformation in das letzte Champions-League-Spiel.

Beide Teams duellierten sich von Beginn an mit offenem Visier, lieferten sich im Aufschlag und Angriff einen engen Schlagabtausch. Meist legten die Gäste aus der Ukraine mit einem oder zwei Punkten vor, aber abschütteln ließ sich der DSC nicht. Bei einem 18:20-Rückstand wechselte Alexander Waibl erstmals im Spiel, brachte für Maja Storck auf der Diagonalen Kristina Kicka, die wenig später mit einem Angriffsball den Punkt zum 21:21-Ausgleich markierte. In der spannenden Schlussphase erzielten die Dresdnerinnen mit ihren Aufschlägen entscheidende Wirkung. Erst gelang Jennifer Janiska mit einem Netzroller ein Ass zum 22:21, den Schlusspunkt setzte Monique Strubbe, die zunächst mit ihrer Aufgabe den Satzball herausholte und anschließend mit ihrem Service auch die erste Chance nutzte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wogte das Geschehen zunächst hin und her. Erst konnte sich der DSC mit 4:2 einen kleinen Vorteil verschaffen, aber wenig später drehten die Gäste mit einer guten Aufgabe der Kubanerin Heidy Casanova und guter Blockabwehr den Spieß zum 6:4 um. Grund für Alexander Waibl, seine Damen zur taktischen Auszeit an die Seitenlinie zu bitten. Die beiden Punkte waren schnell aufgeholt. Nun ging es fast im Gleichschritt weiter. Während bei den Gästen, vor allem Casanova, mehrfach die Bälle im DSC-Feld versenkte, schlugen die Elbestädterinnen weiter taktisch klug und druckvoll auf und so brachte später ein Ass von Maja Storck die Gastgeberinnen mit 23:21 in Front. Aber Dnipro hielt dagegen und verschaffte sich mit dem 24:23 sogar den ersten Satzball. Linda Bock und Jennifer Janiska wehrten zwei Versuche ab, doch Heidy Casanova war beim dritten Satzball erfolgreich.

Den Schwung nahmen die Ukrainerinnen mit in den dritten Abschnitt, setzten sich schnell mit 5:1 ab und zwangen Alexander Waibl zur ersten Auszeit. Doch zunächst halfen seine Worte noch nicht, bei seinen Schützlingen war zunächst der Faden verloren gegangen. Beim 1:7 kam Kristina Kicka für Maja Storck aufs Feld. Sie brachte neue Energie und nun kämpfte sich der DSC Punkt für Punkt besser ins Spiel. Bei einer zweiten taktischen Auszeit beim 6:11 gab Alexander Waibl seinen Damen noch einige Hinweise und das fruchtete. Kristina Kicka sorgte gleich für den nächsten Punkt und mit einer Aufschlagserie von Jennifer Janiska, stabiler Blockabwehr sowie cleveren Angriffen von Linda Bock und Kristina Kicka drehten die Gastgeberinnen den Spieß um und gingen ihrerseits mit 14:13 in Führung. Große Schrecksekunde beim 20:19, als Monique Strubbe beim Block umknickte und mit schmerzendem Fuß vom Feld musste. Für sie kam VCO-Youngster Lena Linke aufs Feld, die schon die letzte Zeit bei der ersten Mannschaft mittrainiert hat. Den Schock steckten die DSC-Damen jedoch gut weg. Angeführt von Jennifer Janiska und Kristina Kicka verschafften sich die Waibl-Schützlinge beim 24:20 den ersten Satzball. Drei Versuche wehrte Dnipro ab. Nun brachte der DSC-Coach wieder Maja Storck zurück, und die Schweizerin setzte mit ihrem Angriff den erfolgreichen Schlusspunkt.

Auch im vierten Abschnitt lieferten sich beide Mannschaften einen sehenswerten Schlagabtausch. Erneut bewies der DSC Moral und kämpfte sich nach einem 11:16-Rückstand zurück – vor allem dank einer grandiosen Aufschlagserie von Madeleine Gates. In der Schlussphase hatten die Dresdnerinnen die größeren Reserven und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Linda Bock konnte nach 89 Minuten den zweiten Matchball verwandeln.

ENGLISH

Even though there was nothing left to play for, the DSC Volleyball Damen gave another strong team performance in their last appearance in the Champions League. In front of 850 spectators, they defeated Ukrainian representative SC Prometey Dnipro 3:1 (25:22, 25:27, 25:23, 25:19) in the final group match after a great fight and bid farewell to the European top division with their third victory.

„It was the expected difficult match against a physically strong opponent. In the end, we proved to be more competitive in the decisive phases and put them under a lot of pressure with our assignments. I’m very pleased considering how much experience was on the field on the other side of the net. We were more compact as a team in the end. It was also a great atmosphere in the arena,“ said Alexander Waibl after the match. A downer, however, was the injury to Monique Strubbe in the third set.

Jennifer Janiska was honored as MVP of this match. The DSC national player was also the top scorer with 19 points. Linda Bock (13) and Maja Storck (12) also scored in double figures.

Alexander Waibl once again sent his familiar starting lineup into the final Champions League game.

Right from the start, both teams fought an open duel, exchanging close blows on serve and attack. Most of the time, the guests from Ukraine were ahead by one or two points, but DSC did not let itself be shaken off. At 18:20 down, Alexander Waibl made his first change in the match, bringing in Kristina Kicka for Maja Storck on the diagonal, who a short time later marked the point with an attacking ball to equalize at 21:21. In the exciting final phase, the Dresdeners made a decisive impact with their serves. First Jennifer Janiska managed an ace with a net roller for 22:21, the final point was set by Monique Strubbe, who first brought out the set point with her service and then also took the first chance with her service.

At the beginning of the second set, the action swung back and forth. First, DSC had a small advantage at 4:2, but a little later the guests turned the tables at 6:4 with a good service from Cuban Heidy Casanova and good block defense. Reason for Alexander Waibl to ask his ladies to the sidelines for a tactical timeout. The two points were quickly made up. Now it went on almost in step. While the guests, especially Casanova, repeatedly sank the balls in the DSC field, the women from the Elbe continued to serve tactically smart and with pressure and so later an ace by Maja Storck put the hosts in front 23:21. But Dnipro held on and even had the first set point at 24:23. Linda Bock and Jennifer Janiska fought off two attempts, but Heidy Casanova was successful on the third set point.

The Ukrainians took the momentum with them into the third period, quickly took a 5:1 lead and forced Alexander Waibl to take his first timeout. But his words didn’t help at first, his protégés had lost the thread. At 1:7 Kristina Kicka came on the field for Maja Storck. She brought new energy and DSC fought its way back into the game point by point. During a second tactical timeout at 6:11, Alexander Waibl gave his ladies some more instructions and it worked. Kristina Kicka immediately provided the next point and with a service series by Jennifer Janiska, stable block defense and clever attacks by Linda Bock and Kristina Kicka, the hosts turned the tables and took a 14:13 lead. There was a big moment of shock at 20:19, when Monique Strubbe twisted her ankle during a block and had to leave the court with a hurting foot. She was replaced by VCO youngster Lena Linke, who has been training with the first team lately. However, the DSC ladies took the shock well. Led by Jennifer Janiska and Kristina Kicka, Waibl’s men had the first set point at 24:20. Dnipro fended off three attempts. Now the DSC coach brought back Maja Storck and the Swiss set the successful final point with her attack.

In the fourth period, too, both teams exchanged blows worth seeing. Once again, DSC proved its morale and fought its way back from an 11:16 deficit – mainly thanks to a terrific service run by Madeleine Gates. In the final phase, the Dresdeners had the greater reserves and did not let themselves be deprived of the victory. Linda Bock converted the second match point after 89 minutes.